Blatter nicht bei Sozialforum

cache/images/article_2109_hope_140.jpg CONFED-BLOG Das übermorgen in Belo Horizonte beginnende »Football for Hope«-Forum findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wie die FIFA, wichtigster Unterstützer der Initiative, am Montag bekannt gab, wurde die Eröffnung mit Präsident Josef Blatter abgesagt - vermutlich, um angekündigten Protesten keine zusätzliche Angriffsfläche zu bieten. 
Reinhard Krennhuber | 24.06.2013
»Wegen eines unvorhersehbaren Wechsels des Veranstaltungsortes des zweiten »Football for Hope«-Forums wird die für 26. Juni geplante Eröffnungszeremonie ausfallen«, heißt es in der Aussendung der FIFA. »Der technische Teil mit Präsentationen, Diskussionen und Workshops wird aber wie vorgesehen durchgeführt. Dieser Event ist allerdings nur offen für akkreditierte Teilnehmer der eingeladenen Organisationen.«

Die »Football for Hope«-Bewegung wurde 2007 von der FIFA und der NGO Streetfootballworld ins Leben gerufen. Ziel der Bewegung ist es, das Potenzial des Fußballs für Initiativen aus dem Sozialbereich zu nutzen. Die Projekte verteilen sich auf die Themen Gesundheitsförderung, Friedensarbeit, Kinderrechte und Bildung, Anti-Diskriminierung und soziale Integration und Umweltschutz. Rund um die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wurden mit Unterstützung der FIFA 20 »Football for Hope«-Zentren mit Infrastruktur für Sport-, Gesundheits- und Bildungsprogramme in Afrika gebaut.

Im Estadio Mineirao von Belo Horizonte wird am Mittwoch das erste Confed-Cup-Halbfinale zwischen Brasilien und Uruguay über die Bühne gehen. Beim Spiel werde Blatter wie geplant anwesend sein, so die FIFA. Rund um die Partie werden neuerliche Proteste erwartet. »Der Zusammenprall wird unvermeidlich sein«, erklärte der Kommandeur der Militärpolizei des zuständigen Bundeslandes Minas Gerais, Márcio Martins Santana, im Vorfeld.

Am Samstag war es am Rande des Gruppenspiels zwischen Mexiko und Japan zu einer Massendemonstration von 70.000 Menschen und Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Nach Polizeiangaben wurden 32 Personen festgenommen und mindestens 37 - darunter neun Polizisten - verletzt. Einige Demonstranten richteten massiven Sachschaden an Banken und Geschäften an. Die Drei-Millionen-Stadt war im Rahmen des Confed-Cups bereits zuvor mehrmals Schauplatz von Demos gewesen.

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Rubrik: Aktuell
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