Clubhaus ohne Qualm

Prohaska, Ogris und Zsak werden ein Problem haben. Oder die Sportplatzkantinenbetreiber: Wenn sich die Rauchverbots-Diskussion auf den Fußball ausweitet und die genannten Herren mit ihren Memphis, Marlboros und HB's vor die Tür geschickt werden.
Martin Nagl | 21.11.2006


Eigentlich passen Fußball und Zigaretten-Rauchen gar nicht zusammen. Weil: Wie sollen Sportler Spitzenleistungen erzielen, wenn sie sich selbst ihre Gefäße verengen und manchmal ihr Umfeld mit ihrem Qualm zur Weißglut treiben? Die Lungenzüge von Mayrleb Christian und Kollegen sprechen aber eine andere Sprache. Demnach gehören Fußball und Tschicken genau so zusammen wie Manta und Fuchsschwanz. Weil: Fußball dauert eben länger als 90 Minuten, und natürlich wollen manche Spieler und Zuschauer nach einem Match genießen, weil es währenddessen eh oft nichts zum Genießen gibt. Eben dann und wann auch Zigaretten.

Nach leidenschaftlichem Genuss hat es zwar nicht gerade ausgesehen, wenn früher Happel, Lorant oder Petrovic an der Outlinie tief inhaliert haben. Aber man stelle sich nur vor: Wenn auf der Tribüne künftig weder Bangalen noch Kippen Rauch machen dürfen, würde das Verbot wohl auch in den Coaching-Zonen dieser Welt gelten. Müssten die nervösen Trainer dann alle Werbung für Nikotin-Pickerl machen?

Erste Versuche, den Qualm aus den Klubhäusern zu verbannen, gibt es jedenfalls schon: Bei der jüngsten Vorstandssitzung des UFC Saiga Hans (2. Südwest, OÖ.) mussten sich 7 von 15 Diskutanten zusammen reißen. Sonst wär die Besprechung vertagt worden. Bis Mitternacht hat das temporäre Clubhaus-Rauchverbot tatsächlich gehalten!

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Rubrik: Weekender
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