Das schwere Los des ballesterer

cache/images/article_1147_urkunde_140.jpg Die Null stand immer leider nicht immer auf der richtigen Seite. 3:0; 0:2; 4:0; 0:4. Das ballesterer-Team spielte am antirassistischen Fußballturnier in der Halle des S.C. Hakoah so wie es schreibt konsequent, ohne Schnörkel, um alles oder nichts. 
Sandro Quadri | 27.01.2009
Der Start ins Turnier gelang dem international besetzten Team um Kapitän Spitaler gut, der Gegner mit dem klingenden Namen »AC/DC«  wurde mit 3:0 von der Bühne gefegt und die Prognose des ballesterer-Strategen Rosenberg, »nach drei Spielen ist eh Schluss«, schien sich nicht zu bewahrheiten. Die »Lebensmenschen«, die zweiten Gruppengegner, hatten voller Ehrfurcht den überzeugenden Auftaktsieg des ballesterer-Teams registriert und betraten topmotiviert den Platz.

Das Spiel verlief, ohne klare Torchancen, ausgeglichen, mit leichten Vorteilen zugunsten der »Lebensmenschen«. Dem 0:1 war ein erfolgloser Angriff des ballesterer vorangegangen, der dazu führte, dass die ansonsten solide agierende deutsch-schweizerische Innenverteidigung angesichts vier angreifender »Lebensmenschen« nur mehr ungenügend reagieren konnte. Das 0:2 folgte auf dem Fuße. Der Torschuss konnte vom mutigen Keeper Randjbar er spielte ohne Handschuhe und mit kurzer Hose noch abgebremst werden und der Rettungsversuch des Linksaußen Sonnberger kam auch noch rechtzeitig vor der Linieaber eben, es blieb beim Versuch. Der unglückliche Sonnberger Mario hatte die Chance zur Rehabilitation kurze Zeit später, doch er sah seinen Abschluss vom hervorragend reagierenden Tormann abgewehrt. So blieb es bei der Niederlage und das letzte Gruppenspiel musste über das Weiterkommen entscheiden.

Aufstieg trotz Klassentreffen


Entscheiden musste sich auch der Spitaler Georg. Aus einem unerschöpflichen Vertrauen in sein Team heraus, entschied er sich für das Klassentreffen und gegen seine Mannschaft, die sodann ohne Auswechselspieler zum ersten Endspiel antreten musste. Ohne Kapitän, aber alles andere als führungslos, überrollte der ballesterer-Express die schmächtigen Jungs der »SJ 21«, wobei der Rosenberg Jakob seiner Einschüchterungstaktik gleich zu Beginn mit einem astreinen Bodycheck am gegnerischen Torwart Nachdruck verlieh. Das Team zog schließlich mit einem glatten 4:0 ins Viertelfinale ein. Bei der Zigarette danach konnte dem verloren geglaubten Captain stolz vom Aufstieg in die K.o.-Runde berichtet werden.

Die Freude wich bei Verkündung des Viertelfinalgegners allerdings tiefen Sorgenfalten. Und tatsächlich hatte sein Team gegen die Techniker von »Atigf« schlichtweg keine Chance, und spätestens nach dem 30-sekündigen Tiefschlaf und dem 0:2-Rückstand agierten die Mannen vom ballesterer gar ungewohnt konzept- und orientierungslos und mit der Absenz von Chef (-Abräumer) Krennhuber fehlte dem Team auch der nötige Biss, sich unter Inkaufnahme gegnerischer Verletzten ins Halbfinale zu grätschen.  So fiel das Team zusehends auseinander, die Abwehr wurde gezwungenermaßen entblößt und einzig Tormann Randjbar konnte sich steigern und die Niederlage mit einigen schönen Paraden in Grenzen halten. Gegen die Kontertore zum 0:3 und 0:4 war aber auch er machtlos.

Olaf Marschall in den Beinen

Topscorer Hörtnagl Holgers (5 Tore/1 Torvorlage!) Analyse seiner eigenen Leistung traf an diesem warmen Samstag auf die ganze Mannschaft zu: »Ich spielte wie Olaf Marschall Torschützenkönig, alle Treffer aber nur gegen die Schwachen erzielt«. Dass das ballesterer-Team nur gegen die ganz starken Gegner verloren hatte, bestätigte sich im Finalspiel, das die »Lebensmenschen« gegen »Atigf« mit 1:0 gewinnen konnten.

Referenzen:

Rubrik: Aktuell
ballesterer # 121

Der nächste Ballesterer

Der nächste ballesterer fm erscheint am 18.05.2017.

Abo bestellen

Leserbrief

an den ballesterer_web_small.png