Doch die Gewohnheit ist, wie der Steirer sagt, ein Hund. Die Italiener beschränken sich nach der Pause auf Spielkontrolle und vermeintliche Stabilität. Luka Modric wird immer stärker. Mit ihm kommt Kroatien auf. Nach Fehlern von Giorgio Chiellini und Emanuele Giaccherini stellt Mario Mandzukic für Kroatien auf 1:1. Danach können die Italiener nicht mehr entscheidend zusetzen. Die Partie endet unentschieden. Die Kroaten halten bei vier, die Italiener bei nur zwei Punkten.
So schnell kann es gehen. Die schlechte Gewohnheit wirft einen immer dann am unangenehmsten zurück, wenn man gerade begonnen hat sich positiv zu verändert. Das ist die Fragilität der Erneuerung. Wer weniger zum Psychologisieren neigt, stellt einfach fest, wie ein einziger Abwehrfehler mit folgendem Gegentor den Lauf einer Partie ändern kann. Der italienische Mut zur Veränderung aktiviert jedenfalls verschüttete Sympathien bei den Zuschauern. Eine Belohnung im Spiel gegen das Irland von Giovanni Trapattoni würde vielen gut tun.






Italien liegt eine Halbzeit ungefährdet 1:0 in Führung. Danach beschränkt es sich auf die Spielkontrolle. Mario Mandzukic bestraft diesen Rückfall in alte Verhaltensweisen mit seinem Tor zum 1:1 für Kroatien. Im letzten Spiel gegen Irland ist Italien jetzt unter Zugzwang.
erscheint am 12. Juli 2013.
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