Eine Erfolgsgeschichte

cache/images/article_1365_kiosk2_140.jpg 50 Ausgaben ballesterer beweisen: Leidenschaft zahlt sich aus. Und zeigen, dass es auch in Österreich möglich ist, ein intelligentes Fußballmagazin zu machen. Der Dank dafür gebührt nicht nur den Mitarbeitern und Unterstützern, sondern auch den Lesern.
Chefredakteur Reinhard Krennhuber | 05.03.2010
Zehn Jahre und 50 Ausgaben ballesterer aus einem Fanzine mit einer Erstauflage von handkopierten 300 Stück, dessen Name für Verwirrung gesorgt hat und das wir selbst vor den Stadien verkauft haben, ist ein anerkanntes Fachmagazin geworden mit einer Auflage von 20.000 Stück, einem Vertrieb im gesamten deutschsprachigen Raum, einem unverkennbaren Gesicht und Ansprüchen, mit denen man sich vor anderen Qualitätsmedien nicht verstecken muss.

Die größten Herausforderungen, denen sich Magazinmacher ausgesetzt sehen, haben wir angenommen und gemeistert: der ballesterer hat sich Schritt für Schritt weiterentwickelt und einen geordneten Generationswechsel vollzogen: die »Alten« mittlerweile Ärzte, Eurokraten, Verlagsangestellte, gefragte Historiker und Politikwissenschafter sind zwar immer noch aktiv und wichtig, werden in der täglichen Arbeit aber mehr und mehr abgelöst von einem ambitionierten jungen Team, das von ihren Erfahrungen profitiert.

Bei all den Entwicklungen, ist vor allem eines wichtig: wir sind Freunde geblieben, neue Freundschaften sind dazugekommen, das Netzwerk hat sich erweitert. Auch wenn er mittlerweile ein Unternehmen geworden ist, funktioniert der ballesterer immer noch nach etwas anderen Maßstäben. Wir sehen uns weiterhin als Magazin von Fans für Fans, hinterfragen die Mechanismen des modernen Fußballs und nehmen uns bei der Kritik daran kein Blatt vor den Mund. Die Prinzipien der ersten Ausgabe gelten heute noch genauso wie damals, wie ein Blick auf das Grundsatzeditorial aus dem Jahr 2000 bestätigen wird nur mit der Rechtschreibung nehmen wir es etwas genauer.

Sicherlich hat es auch Rückschläge gegeben. Die semiprofessionellen Strukturen des ballesterer verlangen sowohl der geschäftlichen Leitung als auch der Redaktion einiges ab: nächtelanges Durchhackeln ist keine Seltenheit, das Privatleben kommt mitunter genauso zu kurz wie die Selbstreflexion, das persönliche Fanleben und die eigene Horizonterweiterung. Natürlich gab es Momente, in denen wir daran gedacht haben, alles hinzuschmeißen. Sie wurden aber mehr als aufgewogen von den Glücksgefühlen, wenn man die neue Ausgabe in Händen gehalten oder positives Feedback auf eine gelungene Geschichte bekommen hat.

Ein Dank gilt neben den leidenschaftlichen Mitarbeitern unseren Inserenten, Unterstützern und Kooperationspartnern. Zu einem sehr wesentlichen Teil basiert der Erfolg des ballesterer aber auch auf den Leserinnen und Lesern, die uns stets im Engagement bestärkt und durch ihr Interesse gezeigt haben, dass ein intelligentes Fußballmagazin in der österreichischen Fußball- und Medienlandschaft seine Berechtigung hat. Wir werden versuchen, dieses Vertrauen auch weiterhin zu erfüllen.

Referenzen:

Rubrik: Aktuell
ballesterer # 120

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Der nächste ballesterer fm erscheint am 13.04.2017.

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