Gelungene Premiere an der Ostbahn

cache/images/article_1285_scheiberlc_140.jpg Auf dem Ostbahn-XI-Platz konnte keine der zwei ballesterer-Auswahlen den Scheiberl Cup gewinnen. Die Altherren schieden in der Vorrunde aus, den hervorragenden Ruf des Magazins retteten die Jungspatzen mit Platz drei. Im Finale setzte sich Loco Danger gegen Run Vie nach Siebenmeterkrimi durch. Auch abseits des Geschehens auf dem Rasen war das erste ballesterer-Turnier ein voller Erfolg.
Zahlreiche Zuschauer waren dem Ruf des ballesterer nach Simmering gefolgt, um die letzten warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres zu genießen und die auf hohem Niveau ausgetragenen Spiele zu verfolgen. Die Jungspatzen um Kapitän Andreas Hagenauer konnten sich nach einer 1:4-Auftaktniederlage gegen Run Vie und dem verletzungsbedingten Ausfall von Radoslaw »Diego« Zak im weiteren Vorrundenverlauf gegen die Friedhofstribüne (1:0), Roter Stern Praterstern (4:0) und Null Acht (1:0) durchsetzen und zogen als Tabellenzweiter der Gruppe A ins Halbfinale ein. Dort erwies sich der spätere Cup-Sieger Loco Danger als zu starker Kontrahent. Jedoch konnte das »Spiel um Nix« gegen das Leser-Team mit 2:0 für sich entschieden werden.

Oldies not Goldies

In der Gruppe B setzte sich das in extrem farbenfrohen Dressen, bei deren Anblick selbst Jorge Campos vor Neid erblassen würde, spielende Team von Loco Danger mit zehn Punkten durch. Die ballesterer-Oldies gewannen zwar gegen das Leser-Team mit 1:0 und trennten sich Remis von Blau Weiß Donaulände, jedoch folgten bittere Niederlagen gegen die »Verrückten« (0:3) und Silver Server/E-Quadrat (0:2). Am Ende reichte dies trotz Punktgleichheit mit drei anderen Gruppengegnern nicht für die Qualifikation fürs Halbfinale.

Chefredakteur und Kapitän Reinhard Krennhuber redete das Ausscheiden schön: »Routine allein gewinnt eben keine Spiele. Da hilft es auch nicht, wenn man am Vorabend nach zwei Sodazitron nach Hause geht. Außerdem wollten wir das Turnier schon aus Gastfreundschaft nicht gewinnen.« Die starke Leistung der Jungspatzen würdigte Krennhuber. »Dass uns die Jungen rausgerissen haben, zeigt, dass der ballesterer kein Nachwuchsproblem hat. Der Sieg über Null Acht war überfällig und wird auch auf dem Großfeld schon bald Bestätigung finden.«

Söldner und gute Laune
Für den einzigen Skandal des Turniers sorgte Online-Chef Clemens Schotola, der einen Einsatz im Dress von Silver Server/E-Quadrat für eine Handvoll Euro einem Auflaufen beim ballesterer vorzog und mit seinem Tor das K.o. der Altherren besiegelte. »Und dann ist es ihm nicht zu blöd, es abzufeiern wie einen Bundesliga-Aufstieg von Wacker Innsbruck. Hier werden wir über Konsequenzen nachdenken müssen«, so Krennhuber. Noch in dieser Woche wird Schotola zum Rapport vor dem Rat der Ältesten gebeten. Eine Stellungnahme sowie eine schriftliche Entschuldigung werden aufgrund seines tadelhaften Verhaltens erwartet.

Dem entgegengesetzt ist der Zusammenhalt im Leser-Team um Daniel Mayr hervorzuheben. Der in dieser Konstellation zum ersten Mal spielenden Mannschaft war Fortuna hold. Die mangelnde Eingespieltheit wurde mit Kampfgeist und Enthusiasmus kompensiert. Der bei West Wien United in der 2. Klasse B tätige Mayr zeigte sich euphorisiert von der Organisation des Turniers: »Es hat wirklich alles zusammengepasst. Das sonnige Wetter, gutgelaunte Menschen, faire Spiele und ein reibungsloser Turnierablauf.«

Übergesprungener Funke
Letzteres ist vor allem ballesterer-Verlagsmanager Holger Hörtnagl zu verdanken, der als Organisator eine deutlich bessere Figur machte als als Unparteiischer. Nichtsdestotrotz zeichnete Hörtnagl verantwortlich für die Verpflichtung von Starmoderator »Funke« Prokopetz, der nach Anlaufschwierigkeiten die Zuschauer mit seinen gewitzten Kommentaren ebenso in seinen Bann zog wie die Schallplattenunterhalter DJ Dan und The Loud Minority. Die DJs bespielten aus der putzigen Sprecherkabine die ganze Arena mit feinster Hip Hop- und Soulmusik, zu der die Zuschauer bei einem kalten Stiegl-Bier genüsslich die Matches verfolgten.

Im Finale sorgten Loco Danger und Run Vie für einen atemberaubenden Nervenkitzel. Erst in der Verlängerung des Siebenmeterschießens fiel die Entscheidung zu Gunsten der Locos. Bei der Siegerehrung zeigten sich alle Turnierteilnehmer nochmals von ihrer besten Seite und feierten bis weit nach Einbruch der Abenddämmerung. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle auch den Verantwortlichen des Teams von SC Ostbahn XI rund um Obmann Rene Pfeifer sowie Chefschiedsrichter Pascal Pils, die den Akteuren auf und außerhalb des grünen Rasens einen angenehmen Oktobertag in Simmering ermöglichten.

 

Für die Jungspatzen spielten: Andreas Hagenauer, Martin Hanser, David Hudelist, Dave Muhr, Clemens Paulus, Jakob Rosenberg, Dominik Sinnreich, Mario Sonnberger, Radoslaw Zak

 

Für die Altherren spielten: Reinhard Handler, Stefan Kraft, Reinhard Krennhuber, Wolfgang Pennwieser, Roman Scheiber, Martin Schreiner, Dominik Sinnreich


 


ballesterer # 120

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