Kicken für die gute Ute

cache/images/article_1865_ubc2012-pokale_140.jpg Auf dem Sportclub-Platz in Wien-Hernals geht am Sonntag die vierte Auflage des Ute Bock Cup in Szene. Ab 11 Uhr matchen sich 26 Teams auf dem ältesten noch bespielten Fußballplatz Österreichs für den guten Zweck um die begehrten Trophäen. Das ballesterer-Team wurde vom Chefredakteur nach dem dritten Platz im Vorjahr unter Druck gesetzt.
Reinhard Krennhuber | 30.05.2012
»Bei unserem Turnier geht es zum einen darum, die Projekte von Ute Bock finanziell zu unterstützen«, sagt Jetti Renner vom Organisationsteam. Im Vorjahr spielte das von den »FreundInnen der Friedhofstribüne« (FHT) veranstaltete Turnier 17.000 Euro für das Flüchtlingsprojekt ein, dieses Rekordergebnis soll heuer noch einmal übertroffen werden. Alle Einnahmen aus den diversen Verpflegungsständen und die Teilnahmegelder fließen direkt an den Verein Ute Bock, weiteres Geld soll unter anderem mit der Versteigerung eines großflächigen Strickporträts der Namensgeberin hereinkommen. »Zudem wollen wir mit dem Turnier ein Statement setzen und die Botschaft von Ute Bock verbreiten, dass Menschenwürde keine Papiere braucht«, so Renner zum ballesterer.

»Die FreundInnen der Friedhofstribüne und der Wiener Sportklub engagieren sich seit Jahren gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung auf dem Fußballplatz. Das Motto Vielfalt statt Einfalt spiegelt sich auch in der Turnierzusammensetzung wider«, sagt Martin Rossbacher, Obmann der »FreundInnen der Friedhofstribüne«. So finden sich in der Teilnehmerliste sechs Frauenteams, Mannschaften von Streetwork-Projekten und karitativen Einrichtungen sowie Teams befreundeter Fangruppen wie den »Döblinger Kojoten« oder den Blau-Weiß-Linz-Fans von der ARGE Tor.

Das ballesterer-Team trifft in seiner Vorrundengruppen auf Lok Danger, Grüner Stern Brigittenau und die alten Bekannten von Schwarz-Weiß Augustin. Chefredakteur Jakob Rosenberg behält sich den persönlichen Einsatz noch vor, verlangt von der Mannschaft um die Altstars Reinhard Krennhuber, Georg Spitaler und Stefan Kraft aber »nichts weniger als den Turniersieg. Wenn wir nicht gewinnen, werden die eingesetzten Spieler zur besseren Vorbereitung bis zum nächsten Jahr auf vegane Ernährung umgestellt.« Die von Horst Hochegger, Togi und der Metallgießerei Lugmair gestalteten Pokale würden sich im ballesterer-Pokalschrank jedenfalls gut machen.

Mindestens so großes Augenmerk wie dem Geschehen auf dem Platz gilt bereits traditionell dem exquisiten Rahmenprogramm. Auf der Haupttribüne werden u.a. Mieze Medusa & Tenderboy, Florian Horwath und die Trommelformation Drum:Bock auftreten, dazu gibt es DJ-Sets von Christina Nemec, Wild Evel und dem Kollektiv Tingel Tangel. Die Aftershowparty findet im Flag, im Bauch der Friedhofstribüne«, statt. Fürs leibliche Wohl sorgen mehrere Bars: Gekocht wird von Cucina Durruti und Kama, feinsten Kaffee braut die Kaffeefabrik und die Palatschinkenpfanne schwingt die Säge Palakitchen.
   
Ein besonderes Anliegen ist den Veranstaltern der Umweltschutz und die Ökologisierung des Turniers. »Nachdem der Cup schon eine sehr ansehnliche Größe erreicht hat, wollten wir Schritte in Richtung Nachhaltigkeit und Müllreduktion setzen«, sagt Rossbacher. So werde die Rad- bzw. Öffianfahrt empfohlen, 240 Fahrradständer stünden bereit. Die Küche wird mehr Fingerfood anbieten, auf Flyer wurde verzichtet und es wird ausschließlich Mehrweggeschirr verwendet.

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Rubrik: Aktuell
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