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Lachen mit dem ORF: WM-Edition, Part II

cache/images/article_2311_orf_140.jpg WM-BLOG In den letzten Gruppenspielen wurde nicht nur in eine Schulter gebissen, sondern auch ins Gras. Und weil außergewöhnliche Geschehnisse mit außergewöhnlichen Worten beschrieben werden wollen, zeigten die Kommentatoren des ORF Fantasie, bemühten die Poesie, und mitunter war es auch nicht weit zur Ozeanographie.
Wolfgang Federmair | 27.06.2014

Wir sehen einen Stanglpass von Thomas Müller. Thomas König sieht vermutlich dasselbe, gibt aber zu bedenken: "Das war atmosphärisch gefährlicher als es ausgesehen hat." Dann ein Zweikampf zwischen Mario Götze und Harrison Afful: "Das ist ein Duell auf Augenhöhe, auch was die Meereshöhe angeht." Augenhöhe? Meereshöhe? Höhenrausch vielleicht? - Als Ghana den Führungstreffer erzielt, ist jedenfalls klar: "Ghana jetzt im  Rausch!" Deutschland hat allerdings einen unschätzbaren Vorteil: "Das ist auch eine Option bei Deutschland: Sie können einen Klose bringen und ändern die Optionen."
(Deutschland - Ghana am 21.6.2014)

Bei Oliver Polzer haben wir den leisen Verdacht, dass er Arjen Robben unlautere Absichten unterstellt: "Robben liegt schon wieder." Und: "Natürlich fällt er." Bzw.: "Das Robben-Sterben nimmt schon beträchtliche Ausmaße an." Schließlich aber verblüfft ihn der niederländische Offensivspieler: "Zuerst löst er sich, und dann fällt er überraschend nicht."
(Niederlande - Chile am 23.6.2014)

Miguel Herrera, der temperamentvolle Trainer des mexikanischen Nationalteams, wälzt sich beim Torjubel durchaus auch mit seinen Spielern auf dem Boden. Herbert Prohaska bekommt leuchtende Augen und ringt nach Worten: "Das ist auf alle Fälle so, wenn man den sieht - das ist mein Lieblingstrainer jetzt geworden!"
(Kroatien - Mexiko am 23.6.2014)

Luis Suárez beißt Giorgio Chiellini in die Schulter. Nach dem Spiel fragt Rainer Pariasek: "Was geht in so einem vor?" Herbert Prohaska muss nicht lange überlegen: "Vielleicht ist er wirklich ein Kannibale?!"
(Italien - Uruguay am 24.6.2014)

Boubacar Barry, Tormann der Elfenbeinküste, versucht interessanterweise seiner Freude über ein Tor Ausdruck zu verleihen, indem er ein Büschel Gras zwischen die Zähne nimmt und auf die Kamera zuläuft. Thomas König missversteht ihn: "Er frisst Gras!"
(Griechenland - Elfenbeinküste am 24.6.2014)

Argentiniens Lionel Messi schießt zwar bislang in jedem Spiel mindestens ein Tor, Boris Kastner-Jirka weiß aber, dass das zu wenig sein kann, denn: "Von dem wird halt mehr als nur Superstarniveau erwartet."
(Nigeria - Argentinien am 25.6.2014)

Über den russischen Teamchef Fabio Capello git es laut Boris Kastner-Jirka Folgendes zu berichten: "Grundsätzlich gilt für ihn als Grundsatz: Zuerst bekommen wir einmal kein Tor." Unmittelbar darauf, nämlich in der 6. Spielminute, erzielt Alexander Kokorin ungeachtet der Vorgabe des Trainers das 1:0 für Russland. Gegen Ende des Spiels schießt Ersatzspieler Liassine Cadamuro-Bentaïba den Ball weg, die Gelbe Karte dafür bekommt aber zu unserem Erstaunen nicht er, sondern: "Jetzt gibt's eine Gelbe Karte für die Bank."
(Algerien - Russland am 26.6.2014)

 

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