Lachen mit dem WM-ORF

cache/images/article_1468_orf2_140.jpg WM-BLOG Wir haben die Gruppenphase hinter uns gebracht. Dank verschiedener ORF-Kommentatoren wissen wir jetzt, was temperaturtechnisch oder auch physikalisch möglich oder nicht möglich ist und was wir uns unter einer Großbaustelle vorzustellen haben.

Wolfgang Federmair | 25.06.2010
MICHAEL ROSCHER macht das nass-kalte Wetter Kopfzerbrechen: »Temperaturtechnisch keine heißen Zeiten, die auf die Spieler zukommen.« Aber Gott sei Dank: »Einige Arbeiter haben in der Pause den durch die heftigen Regengüsse ramponierten Rasen wieder repariert.« Das hilft offenbar auch Justo Vilar, dem Torhüter von Paraguay: »Diesmal fängt er den Ball sicher und hält ihn warm, in der Kälte von Kapstadt.«
(Italien Paraguay, 14.6.2010)

Brasilien tut sich überraschend schwer, also spricht OLIVER POLZER anerkennend über den Gegner aus Nordkorea: »Sie halten eigentlich gut durch und eigentlich auch fast gut mit.« Bei den Südamerikaner hingegen schon wieder ein Fehlpass: »Auch da keiner dort!«

RAINER PARIASEK erinnert das mäßige Niveau des Spiels in Johannesburg anscheinend an ein kleines Land in den Alpen: »Wir hoffen auf die zweite Halbzeit im Stadion von St. Johann«, lässt er uns bei der Halbzeitanalyse wissen.

Tatsächlich sehen wir 10 Minuten später ein Zaubertor von Maicon. OLIVER POLZER kann es nicht fassen: »Unglaublich. Das geht gar nicht. Das ist in der Physik gar nicht erlaubt. Das muss ein Fernsehtrick sein. Das gibts ja gar nicht.« Knapp 3 Minuten später sinniert der Kommentator immer noch: »Ich mutmaße jetzt fast, dass der wirklich aufs Tor schießen wollte.«
(Brasilien Nordkorea, 15.6.2010)

THOMAS KÖNIG macht uns Angst: »Bitte kurz eine Bildstörung im Augenblick zu entschuldigen, wir versuchen, für Sie in einer Art Radiokommentar die Partie weiterzubringen.« Zum Glück ist der Spuk rasch wieder vorbei.
(Frankreich Mexiko, 17.6.2010)

OLIVER POLZER macht uns den Mund wässrig: »Er hat den dritten Treffer nicht anerkannt. Warum? Tja, das ist gutes Analysematerial für nachher im Studio.«
(Slowenien USA, 18.6.2010)

Kurz vor Spielbeginn bringt uns THOMAS KÖNIG die beiden Mannschaften näher: »Brasilien: durchnummeriert von 1 bis 11.« Und die Elfenbeinküste: »Schauen Sie sich diese hochtrainierten Körper in ihren engen Leiberln an.«
»Bittere Geschichte für Kaká: bisher eigentlich nur verlorene Zweikämpfe und unbrauchbare Vorlagen.« Kurz darauf serviert der brasilianische Superstar seinem Mitspieler Luis Fabiano ideal den Ball zum 1:0, später legt er auch noch das 3:0 auf. Nach zwei brutalen Fouls des Gegners liegen bei Kaká die Nerven blank, er sieht nach einem vergleichsweise harmlosen Vergehen Gelb-Rot. KÖNIG: »Das war, glaub ich, eine gute Entscheidung. ... Es gibt nach wie vor die Großbaustelle Kaká.«
(Brasilien Elfenbeinküste, 20.6.2010)
ballesterer # 121

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