Party-Patrol aus der Karibik

Wie die Atmosphäre am Hamburger Millerntor Filmemacher aus Trinidad & Tobago begeisterte
Gastautor | 08.06.2006

Für Douglas Brunton hatte sich die lange Reise gelohnt. Der Filmemacher aus Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad & Tobago, verließ am Pfingstmontag um kurz nach 20 Uhr das Hamburger Millerntor-Stadion. Die "Soca Warriors" hatten dank der Tore von Kenwyne Jones (14.) und Jason Scotland (25.) gegen den Regionalligisten einen 2:1 (2:0)-Arbeitssieg gelandet. Doch die Erkenntnis, daß den Karibik-Kickern in Hamburg eine Welle der Begeisterung entgegenschlug, war für Brunton weit wichtiger als das Ergebnis.

"Die Atmosphäre war phantastisch", schwärmte Brunton und zeigte auf den Stadionvorplatz, wo die DJ`s der "St. Pauli Sound Supporters" die Stimmung unter den Fans vor und nach dem Spiel mit überlauten karibischen Klängen anheizten. Brunton und sein Team waren zum Arbeiten nach Hamburg gekommen. Sie begleiten das Team mit ihrer Kamera und ihre sechsteilige Senderreihe "We reach" ("Wir kommen an") wird in den nächsten Tagen im Karibikstaat erstmals ausgestrahlt. "Unsere Filmreihe soll vor allem zeigen, wie Deutschland die WM feiert und was wir hier in Hamburg gesehen haben, hat uns gefallen", so Brunton, "Hamburg ist zwar kalt, aber sehr schön. Das Stadion am Millerntor entspricht von der Größe her den meisten Arenen in Trinidad."

In Dortmund gegen Schweden (10. Juni) und in Kaiserslautern gegen Paraguay (22. Juni) wird Burnton weitere filmische Eindrücke sammeln. Für die WM traut er der Mannschaft des niederländischen Trainers Leo Beenhakker durchaus eine Überraschung zu: "Wir werden die Karibik nicht blamieren."

Carsten Germann, Hamburg

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Rubrik: WM-Tagebuch
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