Salzburger Heimstärke

cache/images/article_1033_17_bullen__140.jpg Auf Europas Fußballbühne hielten sich die Erfolge zuletzt in Grenzen. Wie schlagen sich Österreichs Bundesligisten im World Wide Web? Auf Aktualität, Benutzerfreundlichkeit, Informationsgehalt und Design geprüft, ergibt sich ein ähnliches Ranking wie jenes in der Fußballbundesliga.

Julia Zeeh | 31.07.2008
Meister: Red Bull Salzburg

Geld schießt zwar keine Tore, macht aber scheinbar schöne Homepages. Denn anders als im Vorjahr auf dem grünen Rasen, wird Red Bull Salzburg im Internet seiner Favoritenrolle gerecht. Den ersten Platz konnte Red Bull vor allem durch das moderne Design und die angenehme Gestaltung erringen. Auch sonst entspricht die Homepage internationalem Standard, sie ist in drei Sprachen abrufbar und auf allen Gebieten aktuell.

 

Dank des kürzlich erfolgten Relaunches sind die gewünschten Informationen sind sogar noch leichter zu finden. Zuvor litt die Überschaubarkeit ein wenig durch zu zahlreiche Menüpunkte. Ein weiteres Zuckerl für Fans sind die Serviceleistungen: Von Videos über Sounds bis zum Virtual Replay, das es den Fans ermöglicht, eine Spielszene aus der Sicht eines gewünschten Spielers zu erleben.

UEFA-Cup-Plätze: Austria Wien und SV Ried

An Informationsgehalt und Aktualität steht die Austria der Red Bull-Homepage kaum nach, lediglich der Nachwuchs wird nur auf weiterführenden Links abgehandelt. Neben dieser Tatsache verhindern eine etwas verwirrende Menüführung und zu viel und zu knallige Werbung die Champions-League-Teilnahme. Gegenüber den restlichen Konkurrenten setzt sich Austria vor allem durch eine barrierefreie und eine englische Version der Homepage ab, wobei letztere leider nur eingeschränkt funktioniert.

Für viele vielleicht überraschend erreicht die SV Ried die Europacupteilnahme. Vollständige Informationen und Aktualität, leider nicht bei allen Vereinen eine Selbstverständlichkeit, ermöglichen Platz drei. Experten prognostizieren allerdings aufgrund der sehr einfachen Gestaltung mit vielen unzusammenhängenden Elementen ein frühes Ausscheiden im UEFA-Cup.

UI-Cup:
SK Rapid Wien

Beim Rekordmeister steht einem sehr umfassenden Angebot ein gekacheltes, zusammengepickt wirkendes Layout gegenüber. Noch schwerer wiegt aber der Mangel an Aktualität. So wurde beispielsweise der Kader der Amateure vier Tage vor Meisterschaftsstart noch nicht aktualisiert und von den BNZ-Teams gibt es nicht nur keine aktuellen Termine, es fehlen auch die letzten drei Ergebnisse der Frühjahrsmeisterschaft. Für einen Verein, der sich gerne mit seinem Nachwuchs rühmt, zu wenig.

Absteiger: SV Kapfenberg

Das Fehlen einer ausführlichen Vereinsgeschichte und von vielen Serviceleistungen für Fans - wie etwa einem Online-Fanshop - zeigt, dass die Kapfenberger homepagetechnisch noch nicht bundesligareif sind. Den Abstiegskampf gewinnen könnte der Liga-Neuling eventuell durch die charmanten Archivfotos aus vergangenen Tagen und einen virtuellen Stadionrundgang.

Die dazwischen gereihten Vereine fallen großteils durch einfach gestaltete Webseiten (nicht) auf. Die vorderen Plätze wurden aufgrund bestimmter Lücken, wie dem Fehlen einer Vereinsgeschichte beim SV Mattersburg oder eines Online-Ticket-Systems bei Altach und Sturm Graz verpasst. Beim LASK und bei Austria Kärnten haperte es wiederum ein wenig an der Aktualität.

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