Schweini-Watch-Watchdog, die Erste

Der ballesterer ist eine vorbildlich demokratische Institution. Deshalb wird dem mächtigen Chefredakteur Kraft ab sofort eine Kontrollinstanz zur Seite gestellt, die sich für entrechtete deutsche Profifußballer einsetzt.
Klaus Federmair | 16.06.2006

Stefan Kraft ist gemein. Da schreibt er, dass sich Deutschland bedanken kann bei ihrer Nummer 7, dem Schweinsteiger Bastl, weil er so super dribbelt und so. Und wenn man dann weiter liest, dann merkt man: Der meint das gar nicht so! Der schreibt nämlich zwischen den Zeilen, der Kraft!

Ein einziges Mal ist dem Schweini der mehrfache Überschweinsteiger gegen Polen misslungen, da fällt der Kraft auch schon über ihn her. Dabei ist das alles rein gar nichts gegen die völlig sinnlosen Peladaos von Denilson. Die Wahrheit ist nämlich: Denilson ist nur deswegen nicht bei der WM, weil er kurz vor Schlusspfiff des letzten Meisterschaftsspiels über den Ball gestiegen ist, dann - wie üblich - noch einmal und noch einmal. Die anderen Spieler, Schiedsrichter und Publikum sind irgendwann heimgegangen, nur Denilson steht heute noch im Stadion von Bordeaux und steigt über den Ball.

Schweini hingegen treibt nur hie und da der jugendliche Übermut zum Übersteiger. Ansonsten ist er der einzige, der für eine gewisse Spielkultur im deutschen Team sorgen kann. Daher: Hoppauf, Schweini, hoppauf!

Referenzen:

Rubrik: WM-Tagebuch
ballesterer # 121

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