Verpürkt

Armes, reiches Fürstentum: Ist sich halt doch nicht ausgegangen.

"Es geht sich immer nicht aus" lautet der Titel einer Dokumentation über den First Vienna Football Club, den Thomas Tesar, Jonas Müller und Fred Lachinger gedreht haben (eine Rezension dazu gibt es im ballesterer fm 24, der morgen erscheint).
"Es geht sich immer nicht aus" mögen die tapferen Liechtensteiner gedacht haben, die am Freitag dem österreichischen Fußballzwerg so bitter unterlagen. 34.600 Einwohner und Tausende Sportwetter fieberten mit dem Fürstentum mit und träumten in der 68. Minute schon vom Kaviarbuffet. Dann kam die Arbeit vom "Fitness-Guru" Roger Spry bei den Österreichern zum Tragen und Giuseppe Garicci und Thomas van de Prager ließen ihre internationale Klasse aufblitzen.

Die einigermaßen perverse Diskussion, ob Hickersberger weiter Teamchef bleiben soll, während die geriatrische ÖFB-Riege weiter ihres Amtes walten darf, kann nun weitergehen. Dafür muss man sich aber nicht interessieren.

Seien wir lieber froh darüber, dass uns die Länderspielpause empfänglich macht für die Talente in der Regionalliga Ost, wie den blau-gelben Sensationskicker Markus Pürk. "Er hat Rapid verraten", grantelte einst der Dokupil über den Pürk, als der ins Baskenland zog und jetzt hat er Rapid zwei Mal in kürzester Zeit zerlegt, der Pürk. Wahrscheinlich, weil er sich von Mental-Trainern und Fitness-Gurus so fern hält wie irgend möglich.

Was zu wünschen übrig bleibt am Wochenanfang: Dem spanischen Team ein weiterer Verbleib von Luis Aragones und den Schotten eine Vorentscheidung um den Gruppenersten. Dann wird's noch eine schöne Europameisterschaft.

[bomber harris]

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Rubrik: Weekender
ballesterer # 121

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