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Eine Kultur des Erschaffens

cache/images/article_2056_fcz_140.jpg Um dem negativen Image von Fußballfans entgegenzuwirken, hat der FC Zürich in seinem Museum die Sonderausstellung »Fankultur - Szenen aus dem Stadion« gestaltet. Dessen Leiter Saro Pepe Fischer hat dafür sogar den Dauersupport auf Knopfdruck erfunden. Einen gestohlenen Doppelhalter vom Zürcher Derby durfte er trotzdem nicht ausstellen.

Der Opportunist

cache/images/article_2052__mg_8320cmyk_140.jpg Paolo Di Canio will von seiner Vergangenheit nichts mehr wissen. Er sei kein Faschist, sagt der neue Sunderland-Trainer, und möchte sich nur auf Fußball konzentrieren.

»Wir wollen eine starke Marke«

cache/images/article_2031_sturm_140.jpg Das Wappen des SK Sturm kommt seit Jänner ohne den Schriftzug des Hauptsponsors aus. Die Faninitiative »Freiheit für Sturm« hat damit ein Etappenziel erreicht. Mitgründer Georg Kleinschuster spricht im Interview über klare Klubprofile, verwirrte Kinder und den Kampf um Mitsprache im Verein.

Das Ende des Fairplay

cache/images/article_1984_jr_140.jpg Die UEFA hat sich mit der Sperre von Schachtar Donezks Luiz Adriano einen Bärendienst erwiesen.

Das Volk von Gabriele

cache/images/article_1964_sandri_140.jpg Vor fünf Jahren wurde Gabriele Sandri auf einer Auswärtsfahrt von einem Polizisten erschossen. Durch seinen tragischen Tod wurde der Lazio-Fan zum Märtyrer der italienischen Ultra-Bewegung. Vor zwei Jahren sprach der ballesterer mit seinem Vater Giorgio und Biograf Maurizio Martucci über das lange Warten auf Gerechtigkeit. Das Interview aus der Lazio-Ausgabe.

»Wir haben in einer Wunderwelt gelebt«

cache/images/article_1962_marek2_140.jpg Andy Marek ist beim SK Rapid für so ziemlich alles zuständig, die Verantwortung für die Betreuung der aktiven Fanszene will er jedoch in Zukunft abgeben. Im Interview spricht der Klubservice-Leiter über das geplante Fanzentrum, die schnelllebige Social-Media-Welt und die falschen Kosmetikprodukte.

Alles gesagt

cache/images/article_1957_jr_140.jpg Es gibt Themen, über die der ballesterer keine weiteren Leitartikel schreiben sollte, Homosexualität im Fußball gehört dazu. Wäre da nicht die jüngste Aufregung in Deutschland.

»Liefering ist nicht das Paradies«

Die Vereinigung der Fußballer ist für die Wahl der Spieler der Saison bekannt. Zuletzt machte sie aber mit einem klassischen Gewerkschaftsthema auf sich aufmerksam: Sie protestierte gegen die Abschiebung von fünf Salzburg-Spielern zum Red-Bull-Farmteam nach Liefering. Im Interview kritisiert VdF-Sekretär Rudolf Novotny, dass Red Bull ahnungslos tut und den zweiten Schritt vor dem ersten setzte.

Der heilige Diego

cache/images/article_1948_diego_140.jpg Ein Sensationstransfer in letzter Minute brachte Diego Maradona 1984 zu Napoli. Dort holte er Titel um Titel und brachte die Reichen des Nordens zum Weinen. Danach kamen Kokain und Camorra. Für die Fans wird er trotzdem immer der Größte bleiben.

Das neue Königreich Neapels

cache/images/article_1941_p1010413_140.jpg Viele haben in der Geschichte Neapels ihr Glück woanders gesucht und die Stadt verlassen. Wer bleibt, lebt täglich mit Widersprüchen zwischen Arm und Reich, Tradition und Folklore, Camorra und Familie. Zusammenhalt bringt der Fußball: Napoli ist das Herz der Stadt. Vor 21 Jahren hat Diego Maradona den Verein verlassen, heute plant der Klub die Rückkehr an die Weltspitze.

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

Die vergangene Saison endete mit dem erwarteten Ergebnis: Red Bull Salzburg wurde Meister. Nicht gerechnet haben die Zuschauer allerdings mit einer derart langwierigen Titelentscheidung, so vielen schwachen Partien und einer Rekordanzahl an Unentschieden. Ein Lagebericht zur österreichischen Bundesliga in sechs Thesen.

Konzentration aufs Wesentliche

cache/images/article_1903__mg_8320cmyk_140.jpg Nostalgiker warnen vor einer Unterwerfung des Fußballs unter die Technik. Doch warum sollte die Unterwerfung des Fußballs unter einen Menschen besser sein? Ein Kommentar zu technischen Hilfsmitteln im Fußball.

Italiens illusorischer Imagewandel

cache/images/article_1887_fm_emblog3_140.jpg Der italienische Verband versucht in Zeiten der politischen Krise sein Image aufzubessern. Kapitän Gianluigi Buffon tritt als Staatsmann auf, Teamchef Cesare Prandelli impft der Mannschaft Toleranz und politisches Bewusstsein ein. Doch das Unterfangen scheint aussichtslos.

»Es gibt ein Interesse an der Verfolgung«

cache/images/article_1787_prozess_140.jpg Ein mittelalterliches Gesetz droht die Fanszene von Rapid zu verändern. Rapidler sollen im Mai 2009 den Landfrieden gebrochen haben, als sie am Wiener Westbahnhof ankommende Austria-Fans empfingen. Im Jänner 2012 ergingen die ersten Schuldsprüche. Ein Anwalt, ein Prozessbeobachter, ein Ultra und ein Tierschützer diskutieren die politische Dimension des Urteils und seine Folgen.

Kanonier Binder

cache/images/article_1748_9_happel_b_140.jpg Er war der erfolgreichste Wiener Kicker im Nationalsozialismus. Von Fans und Presse bejubelt, wurde Franz Binder auch von NS-Größen umgarnt. Ein Text aus der ballesterer-Serie »Fußball unterm Hakenkreuz« über eine Karriere zwischen Vereinnahmungsversuchen, Blinddarmoperationen und dem österreichischen »Opfermythos«.

Was braucht die Stadt?

cache/images/article_1745__mg_8320cm_140.jpg Der Beschluss zur Sanierung des Hanappi-Stadions ruft Populisten auf den Plan: Zu teuer sei die Renovierung, andere hätten das Geld dringender nötig.

Spielerische Systemkritik

cache/images/article_1734_1_favorit__140.jpg Die italienische Ultra-Bewegung ist zum Brettspiel geworden. Hinter herzigen Comicfiguren und einem einfachen Spielkonzept verstecken die Macher von »Play Ultras« einen Abgesang auf den Fußball vergangener Tage.

»Ultras verdienen eine eigene Geschichte«

Der Fiorentina-Ultra Domenico Mungo erzählt in »Streunende Köter«­ von Idealen, Solidarität und Kämpfen, von seiner Bewegung und seiner Jugend. Sein Übersetzer Kai Tippmann spricht im Interview über das Ende der italienischen Ultras, historischen Unfug in deutschen Medien und Parallelen des Buches zu den »Simpsons«.

Von der Straße auf die Insel

Rene Higuita (45) wuchs in ärmlichsten Verhältnissen in Medellin auf, seine Karriere begann er als Stürmer auf der Straße. Bei einem Sichtungsspiel für Independiente Medellin musste der damals 14-Jährige einen verletzten Tormann ersetzen und wusste auf dieser Position zu überzeugen. 1985 erhielt Higuita seinen ersten Profivertrag bei Millonarios in Bogota. Seine Sternstunden erlebte er in seiner Heimatstadt bei Atletico Nacional, wo er von 1986 bis 1991 sowie von 1992 bis 1997 spielte.

Rezension: Menschliche Lavaströme über Wien

cache/images/article_2048_derby_140.jpg »Rapid oder Austria?« - Wer diese Frage in seiner Kindheit zum ersten Mal gestellt bekommt, kann wahrscheinlich noch nicht abschätzen, welche Folgen die Antwort haben wird. Dass sie in jedem Fall eine gute war, wird spätestens durch die Lektüre von »Alles Derby!« klar.

Rapid-Fans im Visier der Justiz

cache/images/article_1663_rapidpoliz_140.jpg Die erste Tranche des »Westbahhof-Prozess« endete mit der Verurteilung von 29 Rapid-Fans. Die zuletzt schon angespannte Stimmung im Block West dürfte sich weiter verschlechtern. Aus aktuellem Anlass das ballesterer-Dossier zur Situation bei Rapid nach dem Platzsturm im Mai 2011 und einer Erklärung von §274 StGB.

Gedanken eines bösen Lehrmeisters

cache/images/article_1616_mungo2_140.jpg Domenico Mungo gehört zu den Pionieren des Genres Ultra-Literatur. Im Interview mit dem ballesterer spricht der Fiorentina-Fan über die letzten Bastionen gegen die Konsumgesellschaft, ödipale Beziehungen zu Mama Fiat und den dumpfen Klang von Knüppelschlägen.

Parteigenossen und grün-weiße Schlurfs

cache/images/article_1615_cover_grü_140.jpg Der Sportklub Rapid stellte sich nach dem »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich schnell auf die neuen Machthaber ein. So eifrig sich ein Großteil der Funktionäre um die Mitgliedschaft in der NSDAP bewarb, so eifrig wollten sie nach der Befreiung 1945 von ihrer Vergangenheit nichts mehr wissen.

Die Konterrevolution

cache/images/article_1614_00512765_140.jpg Er galt als Brot der Armen, gespielt von Liberos und Leichtathleten. Die Geschichte des Catenaccio. Oder: Wie ein trinkfester Triestiner, ein eitler Gockel und ein verrückter Philosoph den italienischen Fußball revolutionierten. (Foto: Imago)

Widerspruch wird nicht geduldet

Nach dem 2:2 beim FC Sevilla war das Thema Europa League für Borussia Dortmund erledigt. Für die Fans des deutschen Bundesligisten hatte das Auswärtsspiel weitere schmerzhafte Begleiterscheinungen: Zahlreiche Anhänger bezogen Prügel von der spanischen Polizei.

Die Grenzen der freien Welt

cache/images/article_1577_imago05864_140.jpg Selbstbestimmung versus Repression, freie Ausdrucksformen und zensurierte Choreografien, faire Auseinandersetzung oder gewalttätige Exzesse die Geschichte der Ultra-Bewegung ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Das Bewusstsein darüber wollen jetzt zwei neue Buchpublikationen schärfen.

Junge Römer, alte Werte

cache/images/article_1555_enrich2_140.jpg Vorkämpfer der englischen Fankultur, Vorboten der Kommerzialisierung und Vorreiter des Neofaschismus die Lazio-Fangruppe »Irriducibili« hatte sich ein Imperium aufgebaut, das weit über die engen Grenzen des Stadio Olimpico hinausging. Heute sind davon nur noch Ruinen übrig die Geschäftslogik des modernen Fußballs und der Machthunger Neuer Gruppen gab den »Irriducibili« den Todesstoß. Eine Reise in das größte Freilichtmuseum der Welt.

Staatsdiener und Aufständische

cache/images/article_1541_56fan_tess_140.jpg Seit Saisonbeginn ist der Fanausweis »tessera del tifoso« in Italiens Stadien Pflicht. Wer eine Saisonkarte kaufen oder auswärts fahren will, muss sich bei Verein und Polizei registrieren. Es ist ein weiterer Spaltpilz für die italienische Ultras-Bewegung: Während sich Mailands Kurven dem Druck des Innenministeriums ergeben, wird 50 Kilometer weiter östlich der Aufstand geprobt.

Österreichische Lösung

cache/images/article_1522_55anstoss_140.jpg Nach der Verschärfung des Pyrogesetztes machen Ausnahmeregel- ungen legales Zündeln in Österreichs Kurven möglich. Gewonnen ist für die Fans damit noch nichts. Nach wie vor sind sie auf das Wohlwollen der Behörden angewiesen, die bereits registrierten Anzeigen werden zahlreiche Stadionverbote nach sich ziehen.

Freiheitsentzug

cache/images/article_1517_55thema_es_140.jpg Zwei Jahre nach der EM stehen Österreichs Fans einem aufgerüsteten Staats- und Polizeiapparat gegenüber. Um mit Wegweisungen und Gefährderansprachen Bekanntschaft zu machen, reichen Verdachtsmomente. Wer unangemeldet zündelt, den erwarten hohe Strafen und Anzeigen nach dem Strafgesetzbuch. Für Freiräume ist in der Sicherheitszone Stadion kein Platz.

Aparte Welten

cache/images/article_1511_dsc_6966_140.jpg Hinter den sterilen WM-Kulissen präsentierte sich Südafrika auch 16 Jahre nach Ende der Apartheid als eine Gesellschaft mit zweierlei Maß. Scheinbar banale Straßenschilder wiesen ebenso darauf hin wie die Zusammensetzung des Publikums in den Stadien. Ein Anstoß aus den Südafrika-Eindrücken der ballesterer-WM-Abordnung.

»Here is Sweinsteiger«

cache/images/article_1495_ghana_140.jpg WM-BLOG Das Hector-Pieterson-Museum bedarf keiner Führung, es beeindruckt auch so. Bei einem Rundgang durch Orlando East kann ein Guide dagegen nicht schaden. Ein eindrucksvoller Tag in Soweto mit Wesley »Shredder«, uncoolen Ghanaern und einem besoffenen Unheilsbringer aus Fernost.

Warme Plätze, dunkle Ecken

cache/images/article_1473_dsc_0085kl_140.jpg WM-BLOG Durban liegt nicht neben Johannesburg, dafür kann der Besucher die Winterjacke gegen ein Kurzarmleiberl tauschen. Landmark-Stadien werden nach Kommunisten benannt, Portugiesen und Brasilianer spielen wie Nordkoreaner und Chancen bleiben sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Straße ungenutzt.

»Im Match hilft dir dann auch keiner«

cache/images/article_1452_wuk_140.jpg WM-BLOG Rapid-Tormann Raimund Hedl ist heute Gast im ballesterer-WM-Quartier im Wiener WUK. Mittlerweile zur Nummer 1 aufgerückt, verfolgte Hedl die meisten Spiele seiner Karriere aufgrund der Konkurrenz von Michael Konsel, Ladislav Maier und Helge Payer von der Bank. Im ballesterer erklärte er, wie Tormänner ticken und warum die Rolle als Edelreservist nicht undankbar ist.

»Wir wollten die Ultra-Logik brechen«

cache/images/article_1379_massucci_1_140.jpg Es ist still geworden in Italiens Stadien. Kaum ein Spieltag der Serie A wird ohne Verbote von Auswärtsfahrten bestritten, Ultra-Utensilien wie Megafone und Transparente sind generell untersagt. Ins Stadion kommt nur, wer beim Kartenkauf seine Personalien angibt und in der richtigen Stadt wohnt. Im Gespräch mit dem ballesterer erklärt der hochrangige Polizeivertreter Roberto Massucci, warum er die totale strukturelle Kontrolle befürwortet.

»Ihr habt ja überhaupt keine Ahnung«

cache/images/article_1371_50ueberste_140.jpg Das St.-Pauli-Fanzine Der Übersteiger kann auf eine 17-jährige Geschichte und zahlreiche erfolgreiche Kämpfe für Fananliegen zurückblicken. Wie Stadionneubauten und Plastikgeld verhindert wurden, beschreibt Redakteur Mathias Radowski im Interview, das sich in einer kürzeren Version auch in der aktuellen ballesterer-Ausgabe findet, ebenso wie den Fluch der »Pauli-Party«.

Die Piratenheftln der depperten Buam

cache/images/article_1361_clarke_liv_140.jpg Sie tragen lustige Namen, wissen zu provozieren und sind beinahe ausgestorben: Fanzines. Ein Blick auf ein Phänomen, das den Punk in den Fußball brachte und den Fans auch abseits von Gesängen eine Stimme verlieh.

Bruchlandung des Austria-Pilotprojekts

cache/images/article_1344_49fans_aus_140.jpg Das »Fanprojekt« der Wiener Austria ist Geschichte. Die Maßnahmen nach der Eskalation im Spiel gegen Bilbao setzten dem erhofften Vorzeigemodell ein abruptes Ende. Der ballesterer hinterfragt die hochgesteckten Erwartungen.

»Es wird immer weiter brennen«

cache/images/article_1315_ur_fekter_140.jpg Am 4. Jänner tritt die Verschärfung des Pyroverbots in Österreichs Stadien in Kraft. Von der ersten Ankündigung durch die Innen- ministerin bis zur Verabschiedung der Gesetzesvorlage begleiteten Kommunikationsmängel und Auseinandersetzungen das Verbot. Ein Fazit über die heimische Politlandschaft und die Wahrnehmung von Fußballfans.

»Ich bin doch ein Araber«

cache/images/article_1293_45tourk01_140.jpg Rifaat Tourk war der erste arabischstämmige Israeli in der Olympia- und Nationalmannschaft. Mit dem ballesterer sprach die Klublegende von Rapids Europa-League-Gegner Hapoel Tel Aviv über Demütigungen auf dem Feld, raketenartige Torschüsse und seine Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben in Israel.

Tribünengesänge, Teil 8

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Veilchenkrieg

cache/images/article_1268_veilchenkr_140.jpg In der Austria-Familie kracht es gewaltig. Der Verein startete die neue Saison mit einer verschärften Linie gegenüber »Problemfans« und belegte einige von ihnen mit Hausverboten. Die Reaktionen der Kurve zeigen alte Konflikte und neue Bruchlinien in der heterogenen Fanszene auf.

Bewusst unbewusste Avantgarde

cache/images/article_1247_43design_140.jpg Der visuelle Auftritt der Fans prägt das Bild vom Fußball. Aber nach welchen Kriterien gestaltet die Szene ihre Kurven? Und was hält der Profi von diesem kreativen Output?

»Das Lied war überfällig«

cache/images/article_1216_campino_we_140.jpg Vor zehn Jahren erreichten Bayern-Schmähgesänge dank der Toten Hosen auch die Hitparade. Hosen-Sänger Campino sprach mit dem ballesterer über Wurstladungen von Uli Hoeneß und Polizeischutz bei Konzerten in Bayern.

Antisemitismus aktuell

cache/images/article_1175_40synagoge_140.jpg Der Fußballplatz dient immer wieder als öffentliche Bühne, so auch für antisemitische Diskriminierung. Auch wenn es im österreichischen Fußballumfeld selten zu offenem Antisemitismus kommt, finden sich stereotypische Diffamierungen und Anleihen an NS-Rhetorik in diffusen Formen.

Ruhestörung

Heute laufen wir Gefahr, den Einzelnen nicht mehr zu hören. Der Mensch ist bedroht von Gleichmacherei. Eine Gruppe elitärer Despoten will uns Freiheit und Meinung, also unsere Identität, rauben. Was nach Kalter-Krieg-Propaganda klingt, ist eine zugegebenermaßen
polemische Kurzzusammenfassung von Philipp Kösters Ultrà-Essay in 11FREUNDE.

Gemeinsam statt einsam

cache/images/article_1154_39ultras_w_140.jpg Ob Abgehobenheit, Elitismus oder schlicht Einfallslosigkeit, die Ultrà-Fankultur kennt viele Vorwürfe. Dazu kommt die vermeintliche Glaubensfrage zwischen britischem und italienischem Stil. Österreichs Fankurven sind von brutalen Religionskriegen allerdings weit entfernt.

Homer der Ultras

LITERATUR Die Romane des italienischen Schriftstellers Nanni Balestrini popularisierten die Kämpfe der linken Bewegungen der 1970er Jahre. Mit dem 1994 erschienenen »I Furiosi«, dessen Bühnenfassung vor der EM im Wiener Rabenhof aufgeführt wurde, betätigte er sich auch als literarisches Sprachrohr der Ultras.

Foul in Zahlen

cache/images/article_1109_ilco_foul_140.jpg Wenn es sich nicht gerade um ein taktisch grandioses Vergehen handelt, spielen in der Beobachtung von Fußballfans vor allem die Gegner foul. Die LAOLA1-Datenbank versucht diesem verbreiteten Vorurteil den Boden unter den Füßen wegzuziehen und bietet eine akribische Auflistung der Fouls: von den Sorten über die Sünder bis hin zu den Sanktionen.

»Ihr seid hier nicht in Neapel«

REPORTAGE Mit Napoli im Zug zum Serie-A-Auftakt gegen Roma: eine Reise, geprägt von Adrenalin und Geduldsproben, Polizeischlagstöcken und aufopferungsvoller Leidenschaft. Mit einem Nachspiel, das Bände spricht über die öffentliche Wahrnehmung von Fankultur im Mutterland der Ultras.
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ballesterer # 121

Der nächste Ballesterer

Der nächste ballesterer fm erscheint am 18.05.2017.

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