Atlético bekommt das Spiel zu Beginn besser in den Griff, bis eingangs erwähnter Pizarro sich Thomas Mandl zum Vorbild nimmt. Er berechnet beim Rauslaufen einen vermeintlich leichten Ball völlig falsch, der überspringt ihn und Melgar-Stürmer Rodriguez nickt ein. In der Folge versucht Atlético-Technico Arreluca unter Ausnützung der größten Coaching-Zone der Welt seine Mannschaft zurück ins Spiel zu manövrieren. Begleitet von technischen Fehlern und taktischer Undisziplin entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gastgeber ausgleichen können. Jubel brandet auf unter den Atlético-Anhängern, ohne jemals in Euphorie umzuschlagen. Pause.
Gleich nach Wiederanpfiff eine weitere Detonation. Atlético- Fans verbrennen unter großem Jubel ein Melgar-Trikot. Die überproportional vertretene Polizei schreitet mit Helm, Schild und Schlagstock ein - Exzesse bleiben jedoch aus. Als mit Uribe bei Melgar der einzige farbige Spieler eingewechselt wird, kommt mit ihm der Rassismus. Schmährufe der Atlético-Fans begleiten jede seiner Aktionen. Spätestens jetzt befinde ich mich im Melgar-Lager und muss prompt den Führungstreffer von Atlético hinnehmen, den Arriola erst in der 89. Minute zur Gerechtigkeit ausgleicht. Es bleibt die letzte Aufregung, nach dem Schlusspfiff zieht die Masse weitgehend emotionslos von dannen. [espo]






erscheint am 12. Juli 2013.
Abo bestellen