des Sprüchemarkts jedes Mal aufs Neue den jeweils Besten zu ihrem Vorbild.
Diskussionswürdige Beobachtungen verwandelt Köster zur Provokation in eine Parodie. Höhepunkt ist die Verklärung historischer Stadionsituationen in seine Liberalismusutopie
der aufgeklärten Einzelnen. Schade, weil der widersprüchlichen Ultrà- Szene konstruktive Reflexion sicher guttun würde.
So arbeitet etwa auch der Kampf gegen den »Modernen Fußball« mit historischen Verklärungen und Berufungen auf mythologisierte Traditionen und archaische Hierarchien. Gleichzeitig macht er aber immer noch auf Themen wie ausschweifende Kommerzialisierung und staatliche Repression aufmerksam, die in anderen Teilen des Stadions und der Gesellschaft unkritisch hingenommen werden.
Das Aufbegehren der Ultras geht dabei in eine urdemokratische Forderung über, nämlich der nach Mitbestimmung über die unmittelbaren Lebenszusammenhänge. Darum bleibt zu hoffen, dass die Jugendkultur der Ultras weiterhin genug Lärm macht und den befriedenden Ruf nach Ruhe übertönt.






erscheint am 12. Juli 2013.
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