Was man dem Fußballer aber niemals verzeiht, ist, dass er nicht arbeitet. Auch wenn alle Idioten der Welt die Arbeit im Dienste anderer verherrlichen, wenn jeder Manager, Trainer, Journalist und ein Großteil der Spieler das Wort im Mund führen Fußballspielen ist keine Arbeit, und wer es als solche sieht, ist Ideologe oder als Kicker verloren. Hier verschwimmen die Grenzen zum Künstler. Beide tun, was sie am liebsten tun, vielleicht, was sie tun müssen, um der Arbeit zu entrinnen; wenn es gut geht, verdienen sie unvorstellbar viel Geld, das in keinem Verhältnis zur sogenannten Leistung steht. Der sagenumwobene Eisenbahner geht mit 50 in Pension, der Fußballer mit 35. Er zeigt uns, dass das Leben anders sein kann.
Clemens Berger ist Schriftsteller und spielt im Österreichischen Autorenfußballteam. Zuletzt erschien sein Roman »Das Streichelinstitut«.






Politiker, entnehme ich einer aktuellen Statistik, ist sowohl in der Europäischen Union als auch in Österreich der unbeliebteste Beruf. Was sich allerdings nicht deckt, ist die Silbermedaille für schief Angesehene im europäischen Durchschnitt wird sie Autoverkäufern umgehängt, in Österreich Fußballern, die in der europäischen Asshole Parade mit jenen die Plätze tauschen. Am beliebtesten sind Feuerwehrmänner.
erscheint am 12. Juli 2013.
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