Pennwieser, Wolfgang Mediziner von eigenen Gnaden und Autor der »Notfallambulanz«, einer der ältesten ballesterer-Kolumnen überhaupt. Veröffentlichte seine Beiträge im Buch »Platzwunde« (Czernin-Verlag). Lebt seither von den Erlösen und Filmrechten, schreibt aber trotzdem noch immer für uns.
Quartier, ballesterer- Große Turniere verlangen nach Public-Viewing-Plätzen, in denen das Bier nicht 4,50 Euro kostet und die Leute kommen, um ein Fußballspiel in angenehmer Atmosphäre zu verfolgen. Das hat sich spätestens bei der EM 2008 gezeigt, als wir mit FM4 die EM-Lounge im WUK gestaltet haben. Und weil es ganz gut geklappt hat, wird es im Sommer zur WM in Südafrika eine Neuauflage geben.
Redaktionsräumlichkeiten In den ersten vier Jahren dienten vor allem die WG von ballesterer-Gründer Reinhard Krennhuber und das Beisl »Rüdigerhof« als Arbeitsstätten. Sein erstes Büro erhielt der ballesterer 2004 im Rahmen der Stadtteilaktion »Makin it« in der Schönbrunner Straße im 5. Wiener Gemeindebezirk. Im Jahr darauf bezog die Redaktion mit der Literaturzeitschrift Volltext eine Räumlichkeit in der Lothringerstraße in der noblen City und übersiedelte nach Protesten von Bezirkschefin Ursula Stenzel Anfang 2009 mit den »Literaten« in die Porzellangasse im neunten Hieb.
Stermann, Dirk Radiomoderator und ballesterer-Kolumnist in der Frühzeit des Magazins. Die stets um Sensibilität bemühte Redaktion veröffentlichte direkt unter Stermanns Kolumne im September 2005 einen Leserbrief, der von »Schaß-Beiträgen von einem letztendlich ohnedies nur geldgierigen Sprachterrroristen« schrieb. Seither ist die Beziehung etwas abgekühlt.
Turniermannschaft Entgegen Prognosen von selbsternannten Fußballexperten und betrügerischen Buchmachern schneidet die werkseigene Equipe regelmäßig hervorragend bei großen Turnieren ab. Testspiele davor lassen zwar eklatante konditionelle Defizite und mangelndes Spielverständnis vermuten, aber wenn es darauf ankommt, sorgen die ballesterer mit mannschaftlich geschlossener Leistung stets für Furore. Triumphe bei den Ute-Bock- und Augustin-Turnieren sowie der dritte Platz beim selbst-organisierten Scheiberl Cup sprechen eine klare Sprache.
Unterhaus Die Niederungen des Amateurfußballs mit ihren charmanten und eigenwilligen Plätzen und Protagonisten sind dem ballesterer seit jeher ans Herz gewachsen. Zweimal gab es eigene Schwerpunkte (Nr. 17: »Im Unterhaus«, Nr. 38: »Gute Seelen«), dazu zahlreiche Reportagen und Fotostrecken. Weitere Ausflüge werden folgen. Nur: Für den vollständigen Katinenreport zum Wiener Unterhaus brauchen wir noch etwas Zeit zur Recherche.
Vereinszugehörigkeit Oftmalige Anfrage von Leserinnen und Lesern zu später Stunde an leicht angetrunkene Redakteure: »Seids ihr alle Rapidler?« Tatsächlich bestand die ballesterer-Redaktion zu Beginn ausschließlich aus Fans von Blau-Weiß Linz, der Vienna und dem stets unentschlossenen Klaus Federmair. Mittlerweile sind Fans aller möglichen Vereine bei den Redaktionssitzungen vertreten, neben den Wiener Großklubs auch von Wacker Innsbruck, Sturm Graz oder dem GAK. Somit ist immer dafür gesorgt, dass man sich über die gerade aktuelle Krise des einen oder anderen Vereins auf Kosten eines Redakteurs lustig machen kann.
Weiblich ist zwar nur die Minderheit im ballesterer-Team, bedeutenden Einfluss haben Frauen auf die Entwicklung unseres Magazins aber sehr wohl genommen. Julia Zeeh, Nicole Selmer und Anna-Selina Kager haben fast für jede der letzten Ausgaben Texte oder Fotos beigesteuert. Julia Krennhuber-Gomes hat den Schriftzug entwickelt, der seit der ersten Ausgabe das Cover ziert. Verena Hochleitner und Gerda Palmetshofer haben den ersten Heften mit ihrem Layout ein Gesicht gegeben, Cathren Müller hatte rund um die EM 2008 als Verlagsmanagerin die geschäftliche Leitung über. Versprochen sei an dieser Stelle weiters: Zur Frauen-WM 2011 in Deutschland werden wir uns etwas Besonderes einfallen lassen.
X-Achse Neben der Y-Achse der zweitwichtigste Bestandteil eines Koordinatensystems, eine unerlässliche Hilfe für unseren Cheflayouter Eric Phillipp. Neben der Arbeit für den ballesterer entwirft der hauptberufliche Architekt (Studio: »Apollo 9«) en passant Fantribünen für Fußballstadien und zählt zu den größten Musikkennern in Mariahilf. Erics Besonderheiten: Er wird nie krank und verlässt das Gebiet innerhalb des Gürtels nur zu Matchbesuchen.
Y zählt zu den unbeliebtesten Buchstaben im Scrabble und bei Aufzählungen in Fußballmagazinen. Keine Probleme mit dem Y als Anfangsbuchstaben hätte eines unserer Gründungsmitglieder, Florin »Fliri« MittermaYr, gilt er doch als eine der geschwungensten Federn Wiens. Seine Schreibkunst füllte, meist lange nach Redaktionsschluss, vor allem den Sektor »Kunstrasen« in den früheren Ausgaben. Unvergessen sind auch die 17-stündigen Lektoratssitzungen mit Fliri, bei denen er solange auf das historische Präsens beharrte, bis der Rest der Redaktion gegen 5 Uhr in der Früh erschöpft aufgab. Fliri, wir vermissen dich.
Zug der Schande Im August 2008 wagten es Jakob Rosenberg und Reinhard Krennhuber nicht nur, mit den Napoli-Fans zum Saisoneröffnungsspiel nach Rom zu fahren, sondern auch der Polizei- und Medienversion der Vorkommnisse rund um das Spiel gegen AS Roma zu widersprechen. Die Relativierung der vermeintlichen Zugentführung, Ausschreitungen und des entstandenen Sachschadens sowie die Schilderung von Sicherheitsmängeln und Polizeischikanen sorgten für große Aufmerksamkeit in italienischen, deutschen und österreichischen Medien und veranlassten den Sender RAI News 24 sogar, ein Fernsehteam für ein Interview mit den beiden ballesterer-Redakteuren nach Wien zu schicken. Ihre Aussagen fanden auch Niederschlag im Bericht des italienischen Parlaments.






erscheint am 12. Juli 2013.
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