Eh kloa! Rapidla!

Wie geht es den Fans der Wiener Großklubs nach den Gewaltausbrüchen in den Medien im Zuge von Eisenstadt? Der ballestererfm lud einen Vertreter der Brigate Autonome Viola Vienna (BAVV) und zwei Rapid-Anhänger des Fanclubs Hütteldorfer Xindl zu einem Gespräch am runden Tisch.
ballestererfm: Nicolas, glaubst Du, dass die »Ereignisse von Eisenstadt« etwas Besonderes in der österreichischen Fanszene darstellen?
Nicolas/BAVV: Nein, das war kein besonderes Ereignis. Aber ich war selbst nicht dort und kenne nur die Fernsehbilder, wie alle anderen auch.

ballestererfm: Und das hätte bei der Austria genauso passieren können?
Nicolas/BAVV: Sicher.
Joe/Xindl: Solche Sachen passieren auch bei der Austria.
Nicolas/BAVV: So, der erste Ouzo wäre fällig. (Gelächter)
ballestererfm (erklärend): Der Nicolas hat mit uns vereinbart, dass er jedes Mal ein Schnapserl bekommt, wenn ihr sagt »So etwas passiert auch bei der Austria«. Joe/Xindl: Aber das liegt doch auf der Hand. Wenn Dein Einstiegsstatement lautet: »die Sache, die in Eisenstadt passiert ist«, hätte ich genauso sagen können, »die Sache die bei.« Nicolas/BAVV: Sag bitte »Bayern-Spiel«.
Joe/Xindl: Die zum Beispiel beim Bayern-Spiel1 passiert ist.
Nicolas/BAVV: Das ist etwas ganz was anderes. Beim Spiel gegen Bayern hat sich die Polizei von der ersten Minute an falsch verhalten.

ballestererfm: Aber das war in Eisenstadt auch gegeben.

Nicolas/BAVV: Keine Ahnung. Ich weiß es nur vom Bayern-Spiel.
Joe/Xindl: Da kommt es dann auf Nuancen an.
Nicolas/BAVV: Nein. Wie gesagt, ich kann nicht über Eisenstadt sprechen, aber ich weiß, wie es beim Spiel gegen Bayern gelaufen ist. Es war wochenlang vorher bekannt, dass die entsprechenden Leute nach Wien kommen. Die sind nicht gesammelt worden und haben dann alles zerlegt. Das haben sich unsere Fans nicht gefallen lassen, schon vor dem Spiel ist es rund gegangen. Nach dem Spiel hat sich die WEGA ausgetobt. Ende der Geschichte.

 

EISENSTADT

 

ballestererfm: Also sind wir uns einig, dass Eisenstadt keine Besonderheit darstellt. Die Frage ist, warum die Medien es in dieser Weise ausgeschlachtet haben. War das nur wegen dem Sommerloch oder wollte man gegen die Rapid-Fans schreiben? Oder gibt es vielleicht doch eine neue Generation von Fans, die gewaltbereit ist?
David/Xindl: Ich kann da nur an die BAVV anknüpfen. Für die Leute, die vor Ort waren, war es nichts Besonderes und ich merke auch nicht, dass es bei Rapid eine derartige »besondere Szene« bzw. eine neue Generation von Gewaltbereiten geben würde.
Joe/Xindl: Eisenstadt war vielleicht deshalb außergewöhnlich, weil es aufgrund der speziellen Situation vor Ort zu dieser Eskalation gekommen ist.

ballesterer fm: Weil zu wenig Polizisten dort waren?
Joe/XindL: Weil es keinen Fansektor im eigentlichen Sinne gab. Weil Griller herum gestanden sind, weil man ohne Probleme zu Doppler-Flaschen greifen konnte, weil man am Eingang nicht durchsucht wurde etc. Insofern war es ein besonderes Ereignis, aber es ist sicher nicht so, dass dieses Match eine Trendwende in der Fanszene markiert hätte.
ballestererfm: Spielt es nicht auch eine Rolle, dass die ganze Aktion im Stadion passiert ist?
David/Xindl: Absolut. Und es hat zu einigem Unmut unter den Rapid-Fans selbst geführt, dass die Sache am Ende ausgeartet ist. Wenn man sieht, dass Polizisten falsch, übertrieben und mit unnötiger Gewalt reagieren, mit Gummiknüppeln rangehen und Pfefferspray ins Gesicht sprühen, obwohl gar kein Grund dafür da ist, kann man natürlich nachvollziehen, dass gewisse Leute, banal ausgedrückt »auszucken«. Nur, wenn es zum Verjagen der Polizisten ausartet, wenn sich manche Leute nicht mehr im Griff haben und Bänke durch den Fanblock schmeißn, da hört sich der Spaß auf.
ballestererfm: Würdet ihr sagen, dass die Polizei die ganze Aktion ausgelöst hat? Es gibt ja viele Gerüchte, wie es tatsächlich zu den Ausschreitungen gekommen ist.


Joe/Xindl: Na ja, ausgelöstSie haben sich auf jeden Fall nicht geschickt angestellt. Zum Auslösen gehören immer zwei. Aber vielleicht muss man das Ganze ein bisschen umfassender sehen. Wenn Du ein Fan bist, der überall hin fährt und »Kontakt« mit der Polizei hat, in welcher Form auch immer, und dann kommt es zu irgendeiner blöden Situation wie in Eisenstadt, dann ergibt ein Wort das andere, dann kann es leicht sein, dass Du überreagierst und etwas im Hinterkopf hast, was vielleicht ein halbes Jahr vorher Dir passiert ist, wo Du Dich ungerecht behandelt gefühlt hast. Das lässt Du dann halt raus.
David/Xindl: Faktum ist, dass auch von Fanseite Fehler gemacht worden sind, aber der Auslöser war, ohne irgendwas beschönigen zu wollen, sicher der katastrophale Ordnungsdienst in Eisenstadt und das Mini-Polizeiaufgebot. Es gab keine Sektor-Einteilung, es sind unten neben den Leuten, die Bengalen angezündet haben, Familien mit Kindern gesessen. Es hat von Anfang an nicht gepasst und es hat darin gegipfelt, dass zwei, drei »Dorfgendarmen« übertrieben regiert haben bei einer Nichtigkeit. Und da haben sie leider den Falschen erwischt, nämlich einen, der nicht unbedingt einer ist, der
Joe/Xindl: der zurücksteckt.
David/Xindl: Die sind noch dazu neben seinen Freunden eingeschritten und haben sich dabei sehr ungeschickt angestellt, acht bis zehn Leute, die auch nicht unbedingt zurückstecken und das war der Auslöser. Da sind die Polizisten, blöd ausgedrückt, an die Falschen geraten. Und dann hat das Ganze eine Eigendynamik bekommen, haben sich Leute eingeschaltet, die am Anfang nicht dabei waren. Plötzlich warens eben nicht mehr acht Leute, sondern 20. Die haben auch nicht körperlich die Gendarmen attackiert, sondern ihren Unmut Ausdruck verliehen und die Polizisten verjagt. Das ist von der Optik her auch schon ein Wahnsinn, wenn 20 Leute auf einem Platz herum hüpfen und die Polizisten anschreien. Aber es hat keiner Gewalt gegen die Polizisten angewendet, schließlich gab es ja auch keine verletzten Polizisten. Ich möchte nicht wissen, was passiert wäre, wenn da einer oder mehrere hingeschlagen hätten. Es war eine eigenartige Geschichte, und eine blöde Geschichte, die dem Image von Rapid natürlich nicht gut getan hat.
Nicolas/BAVV: Man muss aber auch sagen, dass die üblichen Verdächtigen - und wenn man lange genug in Österreich auf Auswärtsspiele gefahren ist, kennt man die - solche Gelegenheiten dankbar annehmen. Wie gesagt, die Aktion in Eisenstadt kann ich nicht beurteilen, aber ich kenne die Situation bei uns. Jeder kleinste Anlass wird dazu hergenommen. Dass nachher immer die Polizei schuld ist, wissen wir eh. Ich hab schon so viele Situationen erlebt, wo es geheißen hat, das und das hat die Polizei falsch gemacht. Im Grunde geht es um Ausreden suchen, damit man sich clashen kann.
Joe/Xindl: Sicher, solche Leute gibt es immer.
David/Xindl: Ja, aber wenn ein unabhängiger Beobachter die Fakten lesen würde, etwa wie viel Polizei im Eisenstädter Stadion vorhanden war oder wie viele Ordner, da stimmt schon was nicht.
Nicolas/BAVV: Das ist aber eigentlich nichts Negatives. Ich brauche gar keine Ordner.
David/Xindl: Es geht ja nirgends ohne Ordner.
Nicolas/BAVV: Das ist ja auch nur eine Idealvorstellung.


 

RAPID-MYTHOS?

 

ballestererfm: Gibt es so etwas wie eine Geschichte von den Rapid-Fans mit der Polizei, die sich bis Eisenstadt hinzieht? Wo Fehlverhalten der Exekutive Aggressionen aufgestaut hat?
Joe/Xindl: Na ja, die Rapid-Fans haben seit den 80-er Jahren einen extrem negativen Ruf. Da muss man nichts weiter dazu sagen. Ich glaube, damit hängt auch zusammen, dass die Geschichte von Eisenstadt so extrem aufgebauscht worden ist.
Nicolas/BAVV: Ich glaube, wenn das gleiche bei einem anderen Verein passiert wäre, wäre es genau so aufgebauscht worden.
Joe/Xindl: Was war denn da mit Salzburg?
Nicolas/BAVV: Wenn die Salzburger Bankerln auf Kinder schmeißen und das Foto kommt in den Nachrichten, hast du die gleichen Tanz mit den Salzburgern.
Joe/Xindl: Wie die Salzburger letzte Saison bei uns die Bengalen in den Kinder-Sektor geworfen haben, ist das mehr oder weniger untergegangen in der Diskussion darüber, wie gewalttätig und brutal nicht die Rapid-Fans sind, weil ein Zahnstocher großes Taschenmesser Richtung Torhüter Arzberger geflogen ist.
Nicolas/BAVV: Das finde ich nicht. Da ist österreichweit auf Salzburg hingehaut worden. Bis heute. Ich würde nicht sagen, dass das an den Rapid-Fans hängen geblieben ist.
David/Xindl: Vielleicht bei Leuten wie Dir, die an Fußball interessiert sind. Aber in der breiten Öffentlichkeit und in der breiten Masse der Bevölkerung, die sich nur oberflächlich für Fußball interessiert, ist es schon eine ganz andere Thematik, wenn bei Rapid etwas passiert als z.B. bei Salzburg.
Joe/Xindl: Oft, wenn Du mit Leuten redest, kommst Du dann zu dem Punkt, wo es heißt: »Eh kloa, Rapidla, wundert uns net, das des passiert ist«.
Nicolas/BAVV: Da ist schon sehr viel Selbstmystifizierung dabei, finde ich.
David/Xindl: Aber Du kannst sicher nicht abstreiten, dass in der breiten Öffentlichkeit - und das hat nichts mit Mystifizierung zu tun - die Rapid-Fans oberflächlich und pauschal als wild und gefährlich eingestuft werden. Wobei bei vielen, die wissen, was abgeht, Austrianer sowieso, Salzburg- und GAK-Fans mit Abstrichen auch bekannt dafür sind, unangenehm werden zu können. Aber das wissen sehr viele Medien nicht.
Nicolas/BAVV: Und?

ballestererfm: Du hast von Selbstmystifizierung gesprochen.

Nicolas/BAVV: Ich finde eben überhaupt nicht, dass nur weil etwas bei Rapid passiert ist, die Medien alles schlimmer darstellen würden.
David/Xindl: Es ist aber so.

 

POLIZEI

 

ballestererfm: Die öffentliche Meinung zu den notwendigen Folgen von Eisenstadt ist recht klar, zumindest die Meinung der Krone: lebenslange Stadionverbote, Aufstockung der Polizei im Stadion, mehr Zäune, mehr Überwachungskameras. Es kommt aber auch immer wieder von den Rapid-Fans die Aussage, dass zu wenige Sicherheitskräfte in Eisenstadt vor Ort waren. Jetzt frage ich mich, ob das wirklich ein gutes Argument ist: Sollen nicht eher die Fans darauf achten, dass nichts passiert, ohne sich auf die Ordnungshüter zu verlassen?
Joe/Xindl: Ein gewisses Maß an Sicherheitsvorkehrungen muss einfach sein, z.B. Sektorentrennung. Leute mit Bengalen bitte links, jene mit dem Kinderwagen nach rechts. Dann hast Du schon einmal viel erreicht. Das meine ich mit Sicherheitsvorkehrungen. Und wenn ich schon Polizisten im Sektor habe, dann sollen das Leute sein, die mit Fußballfans umgehen können, Erfahrung und im besten Fall eine Ausbildung in dieser Richtung haben. Nicht einen Typen, der in Grammatneusiedl 30 Jahre am Posten gesessen ist und vielleicht einmal in eine Wirtshausschlägerei involviert war.
Nicolas/BAVV: Wer sollen in Österreich die Leute sein, die die Fanszene kennen? Etwa der Herr Winkelmann2?
Joe/Xindl: Die Polizei-Fanbetreuer haben 36 mal im Jahr nichts Besseres zu tun, als sich die Fans anzuschauen.

ballestererfm: Reden wir da nicht den falschen Leuten den Mund wässrig, nämlich jenen, die mehr Polizei im Stadion fordern?
Joe/Xindl: Ich hab anders angefangen, ich habe gemeint, ein gewisses Maß an Ordnern, und wenn es nur Platzanweiser sind, muss es geben. Auf jeden Fußball-Fan einen WEGA-Mann anzusetzen, bringt auch nichts und geht nach hinten los.
David/Xindl: Die richtige Behandlung der Fans ist ein wichtiger Punkt. Ich glaube, dass teilweise viele Polizisten, die WEGA sowieso, sehr falsch mit Fußball-Fans umgehen. Und nicht nur mit Leuten, die an der dritten Halbzeit interessiert sind. Vielen Polizisten fehlt das Fingerspitzengefühl gegenüber »normalen« Supportern.

ballestererfm: Benehmen sich die »Fan-Polizisten« da besser?
David/Xindl: Das Traurige ist, das viele von denen, die schon jahrelang dabei sind, zu den führenden Fanclubs in der Kurve nicht gerade das beste Verhältnis haben. In Eisenstadt waren auch zwei Fan-Betreuer mit und wir haben uns die ganze Zeit gefragt, wo sie waren. Berichten zu Folge sind sie unten im Eck gestanden und haben notiert.
Nicolas/BAVV: Ich würde die Frage mit einem klaren Nein beantworten. Wir hatten bis vor ein paar Jahren ein gut funktionierendes Streetworker-Programm, das sich um unsere Problemfälle gekümmert hat. Das hat vielleicht nicht alles besser gemacht, aber es waren eben Sozialarbeiter vor Ort, die gewusst haben, was zu tun ist. Das wissen die Fan-Polizisten überhaupt nicht. Wenn die ihren Job machen würden, für den sie am Platz eingeteilt werden, würden sie die ganze Zeit nur Anzeigen austeilen, weil sie theoretisch eine Anzeige-Pflicht haben.

 

SELBSTREGULIERUNG

 

David/Xindl: Gibt es bei der Austria Fanklubs, die einschreiten, wenn gewisse Dinge passieren?
Nicolas/BAVV: Es gibt eine überraschend gute Selbstregulierung.

ballestererfm: Auch bei Gewaltakten?
Nicolas/BAVV: Wir haben nur etwa 50-60 so genannte »Kategorie C«-Fans. Die machen eben ihr eigenes Ding.
ballestererfm: Die kann man auch nicht aufhalten?
Nicolas/BAVV: Es liegt nicht an uns, sie aufzuhalten.
ballesterer fm: Aber Du hast vorher gesagt, Du willst keine Ordner?
Nicolas/BAVV: Die Ordner haben ja auch keine Befugnisse und könnten auch nichts machen. Aber es hat auch nicht funktioniert, wie die Ordner aus unseren Reihen gekommen sind. Das hatten wir einmal probeweise, die FC Linz-Fans werden sich sicher noch an diesen Tag erinnern. Die Ordner haben die Tore zum gegnerischen Sektor aufgemacht und alle sind rüber gerannt.
ballestererfm: Selbstorganisation funktioniert also auch nicht?
Nicolas/BAVV: Wir haben das einmal gehabt und es hat nicht funktioniert. Schlechte Ausbeute. Vielleicht würde es heute funktionieren.
ballestererfm: Wechseln wir den Sektor: Wie sieht es mit Selbstregulierung bei Rapid aus?
Joe/Xindl: Sachen, die ins Extrem abgleiten, werden absolut nicht toleriert. Durch den überwiegenden Fananteil, jeden einzelnen Anhänger bzw. durch die führenden großen Fanklubs, wurde und wird gegen politisch extreme und rassistische Äußerungen in der Kurve vorgegangen. Mit Erfolg. Da wurde und wird schon einiges gemacht.
ballestererfm: Und was die Gewalt anbelangt?
Joe/Xindl: Ich habe das letzte Mal vor zwei Jahren im Sektor eine Schlägerei gesehen. Insofern hast Du, wenn Du beim Match stehst, nichts mit Gewalt zu tun. Daher muss man nicht dagegen auftreten. Das Problem gibt es im Stadion nicht. Man wird gewisse Leute nicht los, aber wenn der Grundtenor in der Kurve gegen sie ist, dann hast du beträchtlich weniger von diesen Leuten.

 

ÜBERWACHUNG

 

ballestererfm:  Spürt ihr die neue Sicherheitsrichtlinie der Bundesliga?
Nicolas/BAVV: Ja, Choreographien müssen seit Beginn der Saison angemeldet werden.
ballestererfm: Wie stehts mit Videoüberwachungen?
Nicolas/BAVV: Alle Stadien in Österreich werden videoüberwacht.
Joe/Xindl: Voriges Jahr gab es bei uns auf der West noch keine Kameras.
David/Xindl: Die Kamera im Happel-Stadion, die direkt den Sektor gefilmt hat, war auch neu. Sie sind jetzt schon sehr daran interessiert, alle elektronisch zu überwachen.

ballestererfm: Will man da Sachen an Fußballfans ausprobieren, weil man es mit denen leicht machen kann?
Joe/Xindl: Beziehungsweise, weil man es leicht argumentieren kann.
ballestererfm: Werden da Überwachungsmaßnahmen ausprobiert, die man dann woanders einsetzen kann?
Joe/Xindl: Könnte sein. Aber das ist sehr spekulativ.
Nicolas/BAVV: Sicherlich werden neue Technologien ausprobiert, aber das ist nicht der Hauptgedanke. Und unsere Sicherheitsrichtlinien sind im Vergleich ja noch moderat. Wenn ich mir anschaue, was da in Deutschland passiert, denen scheißen sie wirklich rein. Als Vorbereitung auf die WM 2006 gibt es jetzt schon Stadionverbote en masse, ohne wirklichen Grund.
David/Xindl: Auf diesen Punkt wollte ich auch hinweisen. Das ist auch in Österreich von Seiten der Medien und der Bundesliga und der Exekutive ein bisschen im Anlaufen. Da wird sehr reingefahren und das trifft nicht nur irgendwelche »Hooligans« sondern schon eine gewisse Art von Fan, den sie nicht mehr im Stadion wollen. Einen der »Party« macht im Stadion und eben nicht einen Sitzenden, Hot Dog essenden Konsument mit zehn Schals.
Nicolas/BAVV: Wenn sie die EM bekommen, werden sie die Stadien ab 2006 zusammen kehren. Da ist es dann vorbei mit Bengalen und Rauchbomben.
David/Xindl: Da ist es dann vorbei mit vielen Dingen.


Das Hütteldorfer Xindl: Fanclub altgedienter Rapid-Anhänger mit einer bemerkenswerten Homepage (www.xindl.net), in österreichischen Fankreisen vor allem bekannt durch ihre zweisprachigen Ortstafeln beim Spiel gegen den FC Kärnten am 9. März 2002
Brigate Autonome Viola Vienna: laut Eigendefinition kein Fanclub, sondern Schriftzug für in Austria-Kreisen gut bekannte Leibchen und Pullover, aktiv in der Fanszene wie etwa beim Unabhängigen Fußball Fan Forum (www.ufff.at)

Referenzen:

Heft: 06
Rubrik: Thema
ballesterer # 120

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