Aufstand im Hanappistadion
36. und letzte Runde: 26. 5. 2005
GAK-Rapid. Hickersberger Josef wird von Krenn Kurtl und dem neuen Rapidpräsidenten Beckenbauer Franz mit einer Sänfte von Graz nach Maria Zell getragen. Rapid ist ex aequo mit Wacker Innsbruck neuer österreichischer Fußballmeister. Beide Vereine haben sich aufgrund der neuen Gegen-UEFA-Regelung direkt für die Super-Class-League qualifiziert. Söndergaard wird deutscher Teamchef.
was bisher geschah
21. 8. 2004.
Bregenz-Austria Wien. Bregenz verliert das 6. Spiel in Serie. Söndergaard Lars verliebt sich Hals über Kopf in das ungarische Busenwunder Ilona »Cicciolina« Staller, verlässt die Austria und wird Co-Trainer der ungarischen Nationalmannschaft. Matthäus versucht querzubraten, worauf auf Antrag der »Partei der unabhängigen Kleinlandwirte« (ungarisch: »Független Kisgazdapart«) Lothars Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt wird.
2. 10. 2004
Admira-Austria Wien. Admira gewinnt seit dem Engagement von Frank Stronach zum ersten Mal gegen die Austria. Ein Tor des an die Südstädter verliehenen Vastic entscheidet in der Nachspielzeit. Frank Stronach fordert den Ausschluss aller niederösterreichischen Vereine aus der T-Mobile-Liga, scheitert jedoch am Einspruch des neuen Sportressortleiters der niederösterreichischen Landesregierung, Krenn Kurtl.
25. 12. 2004
Hans Krankl hat einen neuen Match-Termin eingeschoben und verliert mit der österreichischen Nationalmannschaft in einem freundschaftlichen Länderspiel gegen die auf einer Welle des Erfolgs schwimmenden Ungarn mit 4:1. Söndergaard spricht im Interview von der »Stärke der Liebe«. Ivanschitz verletzt sich in der 12. Minute auf dem gefrorenen Schneeboden des Rieder Fill-Metallbau-Stadions schwer, Karriereende nicht ausgeschlossen.
24. Runde: 5. 3. 2005
Rapid-Salzburg. Edlinger setzt auf die totale Überwachung. Als ein Zuschauer in der Pause beim Verzehr einer Bratwurst an der eingebauten Kamera erstickt, kommt es zu heftigen Protesten. Rapid- und Salzburg-Fans stürmen gemeinsam (!) die Präsidentenloge. Es folgt eine 75-stündige Besetzung des Hanappistadions. Beckenbauer kommt als unparteiischer Vermittler nach Wien und ernennt sich nach der gewaltsamen Auflösung der Demonstration selbst zum neuen Rapid-Präsidenten auf Lebenszeit. (pen)
Neuer PR-Berater für Kronsteiner
6. 11. 2004
Mattersburg-Rapid. Seit Wochen ist die Partie ausverkauft. Doch die Telefone in der Mattersburg-Vereinszentrale hören nicht auf zu bimmeln. Abertausende sind es, die immer noch Kartenwünsche vorbringen. In der Not verlegt Präsident Martin Pucher das Spiel kurzfristig ins Ernst-Happel-Stadion. Eine weise Entscheidung, denn das Stadion füllt sich bis auf den letzten Platz. Doch das kann keine Lösung für immer sein. Pucher: »Die wichtigste Aufgabe wird im nächsten Jahr sein, unser Stadion umzubauen und 40.000 neue Sitzplätze zu schaffen.«
4. 12. 2004
Austria Wien-Austria Salzburg. Spiel geht mit 2-0 an die Heimmannschaft. Gleichzeitig der Startschuss für die Magna-Geschäftsleitung, erste Vorkehrungen für die Champions-League-Teilnahme im nächsten Jahr zu treffen. Kein neuer Spieler, kein neuer Trainer, dafür ein neuer PR-Berater für Sportdirektor Günter Kronsteiner. Der nimmt in einem ersten Schritt Kronsteiner die Kreide aus dem Mund. Beobachter wollen ihren Augen nicht trauen: Plötzlich gebiert sich Kronsteiner bei Pressekonferenzen wie das leibhaftige Rumpelstilzchen, tobt, wütet und schreit. »Komm ich gut an?«, fragt er, selbst noch etwas unsicher in seiner neuen Rolle, seinen PR-Berater. Der zeigt sich ob der zur Schau gestellten Leidenschaft erfreut, doch was den Feinschliff anbelangt, sieht er noch einige Arbeit vor sich.
9. 12. 2004
Ein Tag nach dem verlorenen Spiel gegen Bregenz und erster Tag der Winterpause: Sturm Graz dümpelt am Tabellenende. Präsident Kartnig kocht. Er zitiert alle Spieler in sein Büro und stellt sie vor die Alternative: Entweder sie akzeptieren, ab sofort nur noch das nämliche Gehalt wie seine Putzfrau zu beziehen »mehr ist das Gegurke nicht wert« oder sie würden auf der Stelle alle entlassen.
9. 4. 2005
Admira Mödling-Sturm Graz. Admira ist wenig Zuschauer gewohnt, aber dass nun kein einziger mehr in die Südstadt kommt, gibt Präsident Hans Werner Weiss doch zu denken. Und er erkennt Handlungsbedarf. Als Erstes schmeißt er seinen Pressesprecher hinaus, weil der sich zu Schulden hat kommen lassen, dem ballestererfm keine Pressekarten für Heimspiele zur Verfügung zu stellen. »Wir brauchen jetzt unbedingt jeden Zuschauer.« (wm)






erscheint am 12. Juli 2013.
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