Ried at Heart
Wenn Fußballfans auswärts fahren, dann zählt der Moment und nicht das Morgen. Nach Graz und retour mit den Rieder Glory Boys. Eine punk- und alkoholhältige Geschichte über 32 Innviertler Rebellen mit Kämpferherzen.
Unentschieden vor vollem Haus
Knappe 6.000 Zuschauer ließen sich am vergangenen Freitag in Dornbach den Schlager der Regionalliga Ost zwischen dem Wiener Sportklub und der Vienna nicht entgehen. Trotz der tollen Kulisse blieb das Spiel hinsichtlich des Ergebnisses eine Nullnummer. Richtig spannend wurde es erst in der Schlussphase.
»Der Fußball hat unsere Zeit verändert«
Roger Milla ist das Gesicht des afrikanischen Fußballs. Im Interview mit Martin Wassermair in Yaoundé sprach der Ehrenbotschafter Kameruns über den wachsenden Respekt gegenüber afrikanischen Kickern, die harten Mühlen der Kommerzialisierung und den Unterschied zwischen ihm und Diego Maradona.
Derbytime in Dornbach
»Sat1, RTL, Eurosport und DSF waren da«, scherzt Sportklub-Kapitän Ingomar Szabo im Vorfeld des Ostliga-Derbys zwischen dem Wiener Sportklub und der Vienna am Freitag in Dornbach (19.30 Uhr). Und Salmin Cehajic ergänzt seinen Co-Kapitän: »CNN war auch da.« Natürlich hinken die Aussagen der beiden WSK-Leistungsträger hinsichtlich des Medienhypes ein bisschen. Doch eines ist gewiss: Das kleine Wiener Derby ist auf Regionalliga-Niveau an Brisanz kaum zu überbieten.
¡Vaya Semanitas! - Modesto Hansi
In Spanien wundert man sich, wieso der »Goleador« nur das Mittelmaß (den LASK) trainiert. Einen Verein der Primera División würde man Hans Krankl aber trotz Legendenbonus und passablen Spanischkenntnissen nicht anvertrauen.
Wacker Innsbruck - Lebt die Legende?
Die Mitglieder des FC Wacker Innsbruck entscheiden bei der anstehenden Generalversammlung am 16. April wieder einmal über die Zukunft des Vereins. Ein neuer Vorstand muss installiert werden. Der FC Wacker ist seit dem Abgang des Altobmanns Gerhard Stockers im April 2008 praktisch führungslos.
| 24.03.2009 mehr lesen
Hakoah in der Walfischgasse
Ein Veranstaltungstipp als Nachtrag zur März-Ausgabe des ballesterer: Im Stück »Hakoah führt!« von Helmuth Korherr wird im Theater in der Walfischgasse rechtzeitig zum hundertjährigen Geburtstags des jüdischen Sportvereins die bewegte Geschichte der Hakoah nacherzählt.
Leo Drucker - Nur im Fußball zuhause
Seit 100 Jahren sind Fußballbiografien von Migration geprägt. Wie sehr der Fußball dennoch Gefühle der Zugehörigkeit bot, zeigt die Geschichte des Juden Leo Drucker, der 30 Jahre lang die Welt bereiste und doch auf jedem Fußballfeld heimisch wurde.
¡Vaya Semanitas! - Wahin Who?
Andalusien, Galicien, Katalonien das sind die sportlichen Stationen des José Manuel Pinto Colorado, derzeit Ersatzkeeper des FC Barcelona. Wenn er nicht gerade Elferschützen im Cup verwirrt, steht er dort im überschaubaren Schatten von Victor Valdes. Privat produziert er als Wahin Hip-Hop im eigenen Musikstudio.
»Der Wille war beeindruckend«
Ex-Nationalspielerin Irene Fuhrmann ist die neue Co-Trainerin des österreichischen Fußball-Frauennationalteams. Mit dem ballesterer spricht sie über ihre Ziele mit der Mannschaft und erklärt, warum die Arbeit vor allem zukunftsorientiert ist. Mit Blick auf den eben beendeten Algarve-Cup zieht Fuhrmann Rückschlüsse auf Stärken und Schwächen des ÖFB-Teams.
Die Janusköpfigkeit der Masse
Der Historiker Rudolf Oswald zeichnet in seinem Buch die Idee der »Volksgemeinschaft« im deutschen Fußball des 20. Jahrhunderts nach. Er zeigt, dass die Unterordnung des Spiels und des einzelnen Spielers unter ein »großes Ganzes« der Instrumentalisierung des Sports in den 1920er und 30er Jahren Tür und Tor geöffnet hat. Gerade das Massenpublikum im Stadion erwies sich dabei jedoch als unberechenbarer Faktor.
Karels Heimkehr
Tschechien wundert sich über den unrühmlichen Abgang von Karel Brückner als ÖFB-Teamchef. Das Ziel, sich für die WM zu qualifizieren, wird als utopisch betrachtet. In Pension wird der Ex-Teamchef wohl noch nicht gehen: Brückner soll Angebote aus dem arabischen Raum und Tschechien haben.
»Wenigstens ein Zeichen setzen«
Normalerweise treten Fußballfans selten als Kläger auf. Doch nach einer Massenverhaftung durch die Bremer Polizei im November 2008, beschlossen Anhänger der Eintracht Frankfurt, juristisch gegen den Einsatzleiter vorzugehen. Henning Schwarz von den Ultras Frankfurt lässt in einem ballesterer-Interview den Tag noch mal Revue passieren und gibt einen Überblick auf die gesetzten Schritte.
Abschottungstendenzen
232 verhaftete Frankfurter in Bremen, eine polizeilich untersagte Party von Bayern-Ultras mit befreundeten St. Pauli-Fans, Massenfestnahmen beim Ruhrpottderby. Die deutsche Fanszene beklagt eine zunehmend repressive Gangart der Polizei. Michael Gabriel von der Koordinationsstelle der deutschen Fanprojekte (KOS ) ortet ein Kommunikationsproblem zwischen Ultras und Sicherheitskräften.
Neue Ausgabe ab sofort im Handel
Die März-Ausgabe des ballesterer (Nr. 40) mit dem Schwerpunkt »Im Zeichen des Davidsterns Juden im Fußball« ist ab sofort österreichweit im Zeitschriftenhandel erhältlich. Neues gibts auch für Freunde der sozialen Netzwerkerei und der ballesterer-Fußballelf.
Antisemitismus aktuell
Der Fußballplatz dient immer wieder als öffentliche Bühne, so auch für antisemitische Diskriminierung. Auch wenn es im österreichischen Fußballumfeld selten zu offenem Antisemitismus kommt, finden sich stereotypische Diffamierungen und Anleihen an NS-Rhetorik in diffusen Formen.
Großfahndung nach flüchtigem Fotograf
Wien/Los Angeles/Teheran (ballesterer) - Im Fall des verschwundenen Meistertellers der österreichischen Bundesliga hat die Polizei eine Großfahndung nach dem verdächtigen Fotograf Dieter B. veranlasst. Es gäbe Hinweise, dass dieser die Meisterschale nach Aufnahmen für ein österreichisches Fußballmagazin nicht mehr an die Bundesliga zurückgegeben habe, so der Leiter der "SoKo Schalentiere".
Sensation: Pennwieser neuer Teamchef?
Der ÖFB sucht einen neuen Cheftrainer. Den alten hat ja der Windtner verweht. Wir meinen: Vergesst Constantini! Verzichtet auf Foda! Verpflichtet Dr. Pennwieser!
Akzeptanz statt Enttarnung
Homosexualität im Fußball muss kein Tabu sein das hat der letzte Club 2x11 bewiesen. Weitgehend einig waren sich die Diskutanten, dass ein Outing allein nichts an der mangelnden gesellschaftlichen Akzeptanz ändern würde.
Emerys Machismo-Tackle
Spanische Trainer haben im Ausland mit ihrer Geisteshaltung schon für so manche Negativschlagzeile gesorgt. Wie Luis Aragonés, der Thierry Henry einst einen »Scheißneger« nannte. Unai Emery, Coach von Valencia und einer der großen Trainerhoffnungen Spaniens, hat nun dagegen mit sehr durchdachten Aussagen betreffend Homosexualität im Fußball aufhorchen lassen.
Herrn Olizos Erinnerungen
Stanisaw Olizo absolvierte 296 Spiele für Górnik Zabrze und war zehn Jahre lang Kapitän des Klubs. 58 Mal trug er das Trikot der »Reprezentacja«. Im Gespräch mit dem ballesterer erzählte die Górnik-Legende von unfairen Engländern, türmenden Funktionären und dem Münzwurf von Straßburg, der dem polnischen Klubfußball seinen bislang größten Erfolg bescherte.
Planlos in Voitsberg
Geografische Verwirrung und ein ASK-Voitsberg-Spezialtee beim Testspiel SK Sturm Graz gegen FC Vöcklabruck. Ein Groundhopper aus der Fußballprovinz.
Addio Candido
Candido Cannavò ist tot. Der langjährige Direktor der Gazzetta dello Sport starb am 22. Februar 78-jährig an den Folgen einer Gehirnblutung. Bis zuletzt arbeitete er für sein rosa Blatt als Kolumnist. Er hinterläst ein großes journalistisches Werk für die Tageszeitung La Sicilia und die Gazzetta, bereichert um seine in den letzten Jahren veröffentlichten preisgekrönten Bücher über soziale Themen im außersportlichen Bereich.
»Nichts ist besser als die Wirklichkeit«
Marcus Urban ist der einzige Ex-Fußballprofi im deutschsprachigen Raum, der sich als homosexuell geoutet hat. Gemeinsam mit dem Journalisten Ronny Blaschke hat er seine Erfahrungen in dem Buch »Versteckspieler« zusammengefasst, das nun auch verfilmt werden soll. Im Vorfeld der Club-2x11-Diskussion zum Thema Homosexualität im Fußball sprach Urban mit dem ballesterer über sein Coming out, »schwule« Schweine und den schwierigen Umgang mit der Realität.
Plausibel verklickerte Fananliegen
Nach ihrem erfolgreichen Kampf gegen Hannes Kartnig ernten die Fans von Sturm Graz die verdienten Früchte. Die Kurve ist voll und das Klima mit den anderen Stadionbesuchern von Respekt geprägt. Oliver Parfi von der Brigata Graz spricht im ballesterer-Interview über den Imagewandel der Sturm-Fans, sein Verhältnis zur Politik und die Grenzen der Selbstinszenierung.
Club 2x11: Homosexualität im Fußball
Am 19. Februar steht das Tabuthema Homosexualität zur Diskussion im Club 2x11. Zu Gast in der Hauptbücherei am Gürtel sind u.a. Buchautor Ronny Blaschke, Sportklub-Spieler Marco Perez und die deutsche Ex-Bundesliga-Spielerin Tanja Walther-Ahrens.
Grazer Grotesken
An jener Stelle, an der ein knappes Dreivierteljahr zuvor ein brodelndes Stadion die österreichische Nationalmannschaft in die Europameisterschaft verabschiedet hatte, traten am Mittwoch gegen Schweden wieder all die Fragwürdigkeiten und Unzulänglichkeiten der nationalen Fußballseele zu Tage.
Zwischen den Polen
Die Februar-Ausgabe des ballesterer mit dem Schwerpunktthema »Zwischen den Polen« ist ab sofort österreichweit im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich. Neues gibts auch zur Leserumfrage und zur nächsten Club-2x11-Diskussion über Fußball und Homosexualität am 19. Februar.
Die neuen Schweden
Mit der schwedischen »Landslag« kommt am Mittwoch zum ersten Länderspiel des Jahres ein Team nach Graz, das sich nach mehr als zehn Jahren im stetigen Aufwind 2008 mit veritablen Problemen konfrontiert sah. Gegenwärtig stecken die Schweden in einem Prozess der Selbstfindung.







erscheint am 12. Juli 2013.
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