Seine Rekordrolle verdankt der neue Arbeitgeber von Robert Beric einem knappen Jahrzehnt, in dem er den französischen Fußball konkurrenzlos dominierte. Trainerlegende Albert Batteux, der schon mit Stade de Reims zwischen 1953 und 1962 fünf Meistertitel gewonnen hatte, übernahm „Sainte“ 1967 und holte gleich einmal die Titel von 1968 bis 1970 in Serie. Bis 1976 gewann Saint-Etienne insgesamt siebenmal die Meisterschaft.
Höhepunkt und zugleich Anfang vom Ende der glorreichen Zeit der AS Saint-Etienne war eben jenes Jahr 1976. Die große Mannschaft, die zwar die heimische Liga schwindlig spielte, aber in Europa regelmäßig früh scheiterte, trat zu ihrem einzigen Meistercup-Finale an. In Glasgow verlor Saint-Etienne gegen den FC Bayern durch ein Freistoßtor von Franz Roth 0:1. Dominique Bathenay und Jacques Santini trafen jeweils die Stange und die Latte. Die Torbegrenzungen im Hampden Park waren zu jener Zeit noch eckig. Bis heute sind viele Fans in Frankreich davon überzeugt, dass Saint-Etienne gewonnen hätte, wäre das Gebälk rund gewesen, da dann die Bälle ins Tor statt hinausgesprungen wären. Die eckigen Stangen des Hampden Park sind bis heute fest in der französischen Fußballfolklore verankert und können im Klubmuseum im Stade Geoffroy-Guichard besichtigt werden.
Zum bisher letzten Mal konnte der Klub im Jahr 1981 den französischen Meistertitel gewinnen, vor 34 Jahren. Zerstört wurde der Verein schließlich von korrupten Funktionären. Nach einer Schwarzgeldaffäre, die Präsident Roger Rocher sogar einige Monate Gefängnis einbrachte, stieg Saint-Etienne 1984, nur drei Jahre nach dem letzten Meistertitel, in die zweite Liga ab.