Im Märchenland

Nichts weniger als die Vereinigung des Kontinents durch Fußball hat sich Deutschland auf die Fahnen geschrieben. Die hohen Ansprüche sind nicht nur durch die politische Realität in Europa gefährdet, sondern auch durch die Zerrissenheit im Gastgeberland.
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Alles auf Rot

Die Abstimmung war geheim, das Ergebnis knapp, doch jetzt kann die DFL mit Investoren für die zwei höchsten deutschen Spielklassen verhandeln. Die Entscheidung und ihre Umstände sorgen für heftigen Protest der Fans.
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Cop Land

Von Augsburg über Frankfurt bis nach Hamburg startete die Saison in Deutschland mit umstrittenen Polizeieinsätzen – und der Kritik daran. Fanhilfen dokumentierten Pfefferspray- und Schusswaffengebrauch ebenso wie Filmaufnahmen auf dem Klo.
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Uwes Ehren

Der HSV hat nach seinem Karriereende zwar mehr Titel gewonnen, aber groß gemacht hat ihn Uwe Seeler. Der beste Spieler der Vereinsgeschichte feierte nun seinen 85. Geburtstag.
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Blühende Mannschaften

Als im August 1990 die Oberliga begann, war Deutschland noch geteilt. Am Saisonende war der FC Hansa Rostock zum ersten und letzten Mal Meister eines Landes, das es nicht mehr gab. Während andere Vereine danach abstürzten, wurde Hansa zum erfolgreichsten Ostklub nach der Wende.
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Rumpelige Jahre

Niemand hat so oft an einer Europameisterschaft teilgenommen wie Deutschland. Neben drei Titeln und drei weiteren Finaleinzügen stehen Anfang der 2000er Jahre zwei Turniere, bei denen sich das Team blamierte. Eine Geschichte von aufgeschobenen Revolutionen, großen Karos und schlauen Sprüchen.
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Glück auf und ab

Der FC Schalke 04 hat Titel gewonnen und verloren, sich in Demut und Selbstüberschätzung geübt, eitle Präsidenten gewählt und große Spieler ausgebildet, voraussehbare Fehler begangen und unwahrscheinliche Erfolge gefeiert. Eine Vereinsgeschichte wie eine Achterbahnfahrt.
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Der Symbolwert

Seit mehr als 20 Jahren gibt es die 50+1-Regel im deutschen Fußball, und fast genauso lang wird um sie gestritten. Befürworter sehen in ihr einen Schutz vor dem Ausverkauf der Bundesliga, Kritiker eine Einschränkung des freien Wettbewerbs.
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In der Mixed Zone: Jakob Scholz

In keinem deutschen Bundesland ist der Fußball so wichtig wie in Nordrhein-Westfalen. Mitte September unterzeichneten die neun Erst- und Zweiligisten eine Kooperationsvereinbarung mit der Landesregierung gegen Gewalt im Fußball. Die Fanhilfen üben Kritik daran. Jakob Scholz von der Fanhilfe Dortmund gibt Auskunft.
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Gewebe und Gewerbe

Durch die Trikots unterscheidet sich ein Team am Platz von dem anderen. Doch die Dressen dienen heute noch vielen anderen Zwecken: Sie sind Hightechprodukte und Streetwear, sollen Identität stiften, den Vorschriften genügen, sich gut verkaufen lassen und Werbebotschaften ausreichend Platz bieten. Eine Textilgeschichte.
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Die Vereinspolizei

Das Bundesland Bremen stellt der deutschen Liga Polizeikosten für Hochrisikospiele in Rechnung. Die wiederum will sich das Geld vom SV Werder zurückholen. Der Verein befürchtet einen Wettbewerbsnachteil und droht damit, Gästefans auszusperren.
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In weiter Ferne so nah

30 Jahre nach dem Mauerfall treffen Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin erstmals in der Bundesliga aufeinander. Was als Fanfreundschaft über die Grenze hinweg begann, ist im vereinten Berlin einer sportlichen Rivalität gewichen. Das junge Derby könnte aus der deutschen Hauptstadt endlich eine Fußballstadt machen.
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Ein dunkles Feld

Wer Polizeigewalt erfährt, stellt selten eine Anzeige. Das ist eines der Ergebnisse der Studie der Universität Bochum zu einem bislang kaum erforschten Themengebiet. Studienautor Singelnstein über Pfefferspray beim Fußball, Eskalationen bei Großveranstaltungen und die Kennzeichnungspflicht für Polizisten.
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Chronisch bescheiden

Unter Otto Rehhagel gewann der SV Werder Bremen 1992 den Cup der Cupsieger. 2010 hat sich der Klub zum letzten Mal für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert, 2016 wäre er beinahe abgestiegen. Dank Florian Kohfeldt trauen sich einige Werder-Fans wieder, auf Wunder zu hoffen.
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Napoleons Unruhe

In der Saison 1995/96 rettete Wolfgang Frank Mainz 05 vor dem Abstieg – mit der in der deutschen Bundesliga damals kaum bekannten Viererkette. Mit seiner Suche nach Perfektion prägte er eine ganze Trainergeneration – und riskierte so manche Zerrüttung.
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Der Aufsteiger

Er werde Gas geben, sagt Phillipp Mwene immer wieder. Der 24-jährige Außenverteidiger wechselte im Sommer vom deutschen Zweitligaabsteiger Kaiserslautern zum Bundesligisten Mainz 05. Nun hofft er, ins österreichische Nationalteam einberufen zu werden. Damit würde er nicht zum ersten Mal die Erwartungen übertreffen.
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Im Herzen der Stadt

Sie stehen im Schatten von St. Pauli und dem HSV und spielen fernab von Millionentransfers und Rekordeinnahmen. Sie haben eine große Vergangenheit und kämpfen in der Gegenwart ums Überleben. Doch im Hamburger Unterhaus wartet eine ganze Welt darauf, entdeckt zu werden.
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Große Jeföhle

Gründungsmitglied der Bundesliga, Karnevalsverein und Chaostruppe – über den 1. FC Köln gibt es viele Geschichten zu erzählen. Nach fünf Abstiegen und Aufstiegen will sich der Klub wieder in der ersten Liga etablieren. Dabei helfen neben Trainer Stöger neue Tugenden und treue Fans.
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Träumen verboten

Eine Dreierkette, zwei Stürmer und vorsichtiger Optimismus – so in etwa sehen die Pläne von Peter Stöger für die nächste Saison des 1. FC Köln aus. Im Interview warnt er vor zu hohen Erwartungen, denn irgendjemand ist immer größer als man selbst.
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Der letzte Strohhalm

Konflikte zwischen Fanszene und Vereinsführung sind in Hannover schon fast Tradition. Nach Verhandlungen haben die „Ultras Hannover“ nun ihren monatelangen Stadionboykott beendet und wollen die Mannschaft im Abstiegskampf unterstützen. Doch nicht alle trauen dem neuen Frieden.
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Kein König auf St. Pauli

Der FC St. Pauli kämpft derzeit gegen den Abstieg aus der zweiten Bundesliga. Auf dem Spiel steht weit mehr als der sportliche Erfolg, das neue Präsidium will den Klub zum Vorzeigemodell im modernen Fußball machen – demokratisch, transparent und wirtschaftlich erfolgreich.
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Warme Worte

Es mag ein deutsches Phänomen sein, in jeder positiven Meldung zwanghaft nach dem Negativen zu fahnden. Thomas Hitzlspergers Coming-out war gerade erst öffentlich, da brummte schon so mancher Kommentator, Hitzlsperger habe seine Karriere ja schon beendet, ein aktiver Fußballer könne diesen Schritt nie wagen.
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Etablierte Piraten

Zum 100. Geburtstag ist vieles neu beim FC St. Pauli. Nach dem Stadtteil wird auch das alte Millerntor aufgemascherlt und in der Kasse klingelts. Ein ganz normaler Verein wird St. Pauli aber auch mit Doppelstocklogen und dem Ausverkauf seines Kult-Images nie werden – dafür sorgen schon die widerspenstigen Fans von der Basis.
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