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24. Mai 2014
Wembley Stadium
Zuschauer: 87.348
Resultat: 0:1
Das langgezogene „Oooooooh Bobby Zamoraaaa …“ ist auch zwei Monate nach dem Championship-Play-off-Finale um den Aufstieg in die Premier League nicht aus dem Kopf zu kriegen. Quasi der Ohrwurm des Sommers. Aber der Reihe nach.
Samstag, zehn Uhr vormittags an der Loftus Road, dem Stadion der Queens Park Rangers. Der Regen hat aufgehört, und tausende Blau-Weiße machen sich auf den Weg nach Wembley. Und zwar zu Fuß. Neun Kilometer. Der „Wembley Walk“ ist eine Tradition, der die Londoner zuletzt vor 28 Jahren im Milk-Cup-Finale gegen Oxford United frönen durften. Statt massiver Polizeipräsenz ersuchen einige wenige Uniformierte die Fans immer wieder höflich, doch auf den viel zu schmalen Gehsteigen zu bleiben. Dazu werden Schlachtrufe angestimmt und die eine oder andere Dose Bier geleert. Nicht jeder ist das Gehen gewöhnt, doch als Wembley in Sichtweite kommt, macht das noch einmal die letzten Kräfte frei.
Rund 39.000 Karten hat jeder der beiden Vereine erhalten und anscheinend gut verteilt, denn die Stimmung auf den Rängen ist schon vor dem Spiel am Kochen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte muss QPR ab der 60. Minute mit zehn Mann auskommen, Derby County trägt Angriff um Angriff vor, doch das bessere Ende haben die Londoner für sich. In der ersten Minute der Nachspielzeit setzt sich David Hoilett auf rechts durch, seine Hereingabe kann Derby-Kapitän Richard Keogh nur kurz abwehren, und wer steht genau richtig und vollstreckt mit einem unnachahmlichen Linksvolley? „Oooooooh Bobby Zamoraaaa …“
(Kurt Reichinger)