Alles beginnt mit dem Automobil. Der in der Nachkriegszeit beständig steigende Wohlstand und der technische Fortschritt haben zu einer fast vollständigen Motorisierung der Gesellschaft geführt, die Europas Städte grundlegend verändern sollte. Auch Paris. Georges Pompidou, damals französischer Staatspräsident, gibt Ende der 1960er Jahre die Richtung vor, ihm wird der Ausspruch zugeschrieben „Die Stadt muss an das Auto angepasst werden.“ Um Platz für den Individualverkehr zu schaffen, wird das Ufer der Seine im Zentrum mit Schnellstraßen zubetoniert, am Rande der französischen Hauptstadt entsteht der Boulevard Peripherique, eine ganz Paris umschließende Stadtautobahn. Im proletarischen Norden und Osten wird der Peripherique auf Stelzen erbaut, im wohlhabenden Westen teuer und lautstärkedämmend untertunnelt. Und wenn man schon dabei ist, die halbe Stadt umzubauen, wird auch die alte Sportanlage am Pariser Westrand komplett neu errichtet: Auf dem Dach des Stadtautobahntunnels entsteht der heutige Parc des Princes, ein modernes Fußballstadion ohne Laufbahn mit Platz für zunächst knapp 50.000 Zuschauer.
Paris würde Anfang der 1970er Jahre also endlich über eine einer Weltstadt würdige Fußballarena verfügen, doch wer sollte in ihr spielen? Der Pariser Fußball befindet sich in einem traurigen Zustand. Red Star ist schon seit Jahrzehnten im Stade de Paris in der nördlichen Vorstadt Saint-Ouen daheim und sportlich wie finanziell angeschlagen, der Racing Club und Stade Francais haben sich längst vom Profifußball verabschiedet. Dabei könnte in der riesigen Pariser Metropolregion mit einem konkurrenzfähigen Fußballverein viel Geld verdient werden. Also wird ein Klub erfunden, der das neue Stadion zu seiner Heimat machen könnte. Guy Crescent, Präsident des Logistikunternehmens Calberson, und Pierre-Etienne Guyot, mehrfacher Sportfunktionär und Vizepräsident von Racing, gründen 1969 den Paris FC. Dieser fusioniert im Juli des Folgejahres mit Stade Sangermanois, dem Verein des Vorstädtchens Saint-Germain-en-Laye nördlich von Versailles. Der Paris FC bringt Startkapital und Vereinsmitglieder in die Partnerschaft ein, Stade Sangermanois seine Klubinfrastruktur samt Trainingsplätzen und einen Startplatz in der zweiten Liga. Der Name des Konstrukts: Paris Saint-Germain Football Club.
Der Modemilliardär und die rosa Hemden
Gleich in der ersten Saison steigt PSG in die erste Liga auf, doch soll der Verein nur knapp drei Jahre leben. Als die Pariser Stadtverwaltung die Auszahlung einer Förderung an die Bedingung knüpft, „Saint-Germain“ aus dem Vereinsnamen zu streichen, da die Stadt nur Pariser Klubs unterstütze, zerfällt der Paris Saint-Germain FC. Die Profis bleiben unter dem Namen Paris FC in der ersten Liga, der Rest des Klubs ändert seinen Namen nach einem Jahr wieder in Stade Sangermanois und spielt mit Amateuren in der dritten Liga weiter.
Das hätte das Ende der Geschichte sein können. Der Paris Saint-Germain FC wäre vielleicht eine kuriose Randnotiz der französischen Fußballgeschichte geblieben, eine Preisfrage fürs Pubquiz. Doch Daniel Hechter, Milliardär, Modeschöpfer und Fußballnarr, lässt die Idee eines neuen großen Klubs im neuen großen Stadion nicht los. Er steigt als Sponsor beim Paris FC ein, überwirft sich aber bald mit der Klubführung. Hechter sucht sich neue Verbündete und findet sie in den „Polymuscles“, einem aus Medienschaffenden, Wirtschaftstreibenden und Ex-Fußballern bestehenden Juxverein, zu dem der Showproduzent Charles Talar, der Journalist Adolphe Drey, der Industrielle Guy Bossant, der Schauspieler Jean-Paul Belmondo und der Gebrauchtwagenhändler und Ex-Fußballer Jacky Bloch gehören.
Von der Pariser Fußballnomenklatura als Clique mit den rosafarbenen Hemden verlacht, macht die Gruppe schließlich das Naheliegende: Sie übernimmt Stade Sangermanois, das wieder in Paris Saint-Germain FC umbenannt wird. Dem Bürgermeister von Saint-Germain-en-Laye wird vertraglich zugesichert, dass der Name der Stadt niemals aus dem Vereinsnamen verschwinden werde; gleichzeitig entsteht das Logo mit dem Eiffelturm. Modeschöpfer Daniel Hechter ist der erste große Geldgeber und entwirft das heute als klassisch geltende Dress des wiederbelebten PSG: das marineblaue Hemd mit einem roten Streifen in der Mitte. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1973. „Es geht darum, dem Hauptstadtfußball wieder ein Publikum und ein Prestige zu geben, die seiner Bestimmung entsprechen“, sagt Daniel Hechter im Interview mit der Sporttageszeitung L’Equipe. Der Paris Saint-Germain Football Club, wie wir ihn heute kennen, ist geboren.
Tribünenstreit im leeren Stadion
Der neue Klub hat lange mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen. Kaum jemand nimmt den von Prominenten geführten Glitzer- und Glamourverein ernst. Bis in die 1990er Jahre hinein ist der Parc des Princes nur gefüllt, wenn die Pariser die großen Mannschaften aus der Provinz bewundern wollen: Rekordmeister Saint-Etienne, Olympique de Marseille oder den damals sehr erfolgreichen FC Nantes. Als Pariser Fan von Paris Saint-Germain zu sein, ist nicht selbstverständlich, im Gegenteil. „Paris-Fan zu sein hieß, sich permanent Witze anhören zu müssen“, wird der Journalist Philippe Broussard in der Vereinshistorie „Ici c’est Paris“ zitiert. „Paris war der neue Klub, ein bisschen Showbiz. Wenn Saint-Etienne in die Stadt gekommen ist, war der Parc voll, aber nicht für Paris. Saint-Etienne hätte in den 1980er Jahren auch ein Stadion mit 200.000 Plätzen gefüllt.“
Dennoch entwickelt sich ab den 1980er Jahren eine lebendige Fanszene, zuerst auf der stadtauswärts gewandten Tribüne Boulogne. Auf dieser sammeln sich von der britischen Fankultur inspirierte Fans, bald auch Hooligans und die ersten Skinheads. Nach Liverpooler Vorbild nennen sie ihre Tribüne Kop of Boulogne. Da die Tribüne auch Anhängern anderer Mannschaften offensteht, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Ab 1985 gibt es mit den „Boulogne Boys“ auch eine erste ultraorientierte Fangruppe. In den kommenden Jahren entwickelt der Kop of Boulogne europaweit eine Reputation als gewalttätige, nationalistische Hooligankurve, auf der es auch immer wieder interne politische Reibereien gibt. „In der schlimmsten Zeit habe ich oft laufen müssen“, sagt der Rockmusiker Thierry Pelletier, der Ende der 1980er Jahre in Gehweite des Stadions wohnte, im Interview mit dem Fußballmagazin So Foot. „Wenn im Parc ein Rugbyspiel war, hab ich die Stimmung gemocht mit all den Besoffenen, die auf die Straße gepinkelt haben, es war ein großes Durcheinander, aber ohne Gewalt. An den Abenden, an denen PSG gespielt hat, war es im Vergleich eher wie die Reichskristallnacht.“
Im Glauben, die Situation so entschärfen zu können, bietet der Verein mehreren Fangruppen finanzielle Unterstützung an, wenn sie die Tribüne wechseln. Einige Gruppen steigen auf das Angebot ein, sie übersiedeln zu Beginn der 1990er Jahre auf die Gegentribüne Auteuil. Eine innige Feindschaft zwischen zwei grundverschiedenen Tribünen beginnt. Die Rivalität zwischen der rechten, weißen, britisch inspirierten Boulogne auf der einen Seite und der multikulturellen, ultraorientierten und durchaus antifaschistischen Auteuil auf der anderen Seite prägt den Paris Saint-Germain FC bis zum heutigen Tag. Und wie so oft in der Geschichte von PSG wiederholen sich die Dinge.
Nasser von Arabien
Fast Forward ins Jahr 2015: Achtelfinale in der Champions League, der Paris Saint-Germain FC gegen den Chelsea FC aus London. Auf dem Platz Weltstars wie Zlatan Ibrahimovic und David Luiz auf der Seite des französischen, Cesc Fabregas und Diego Costa auf der Seite des englischen Hauptstadtklubs. 60.000 Zuschauer im ausverkauften Parc des Princes, der an diesem Abend lärmerfüllt ist, wie L’Equipe tags darauf anmerken wird. Alltäglich ist das nicht. Das Pariser Fußballpublikum ist bekannt dafür, die Mannschaft in Meisterschaftsspielen schon zur Halbzeit auszupfeifen, so sie nicht in Führung liegt.
Doch an diesem Februarabend sieht ganz Fußballeuropa nach Paris. Es sind diese Momente, für die PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi im Auftrag der katarischen Herrscher seit Sommer 2011 angeblich fast eine halbe Milliarde Euro investiert hat. Er machte Zlatan Ibrahimovic zu einem der bestbezahlten Fußballer aller Zeiten und Paris Saint-Germain zu einem Fußballzirkus mit globaler Wirkung in einer Liga mit Real Madrid, Manchester United und Bayern München.
PSG gegen Chelsea gilt als Duell der superreichen Klubs, doch gegen die praktisch unbegrenzte arabische Finanzmacht hat selbst Chelsea-Gönner Roman Abramowitsch keine Chance. Während im katarischen Staatsfonds, über den auch PSG verwaltet wird, mehr als 115 Milliarden Euro Investitionskapital liegen sollen, beträgt Abramowitschs geschätztes Vermögen im Vergleich mickrige neun Milliarden. „Ich bin sehr stolz auf unsere Spieler, unseren Trainer und unsere Fans“, spricht Al-Khelaifi nach dem 1:1-Unentschieden in die Mikrofone. Drei Wochen später ringt PSG Chelsea dank einem 2:2 im Rückspiel nieder. Mehr Geld schießt mehr Auswärtstore.
Investmentbanker in der Krise
Seit mittlerweile vier Jahren steht Paris Saint-Germain über den staatlichen Fonds Qatar Sports Investments zu hundert Prozent in katarischem Staatsbesitz. In den vorigen vier Jahrzehnten Vereinsgeschichte hatten sich mehrere wohlhabende Investoren an der Spitze des Vereins abgewechselt. Nach Modemilliardär Hechter und seinem Freund Francis Borelli, einem Unternehmer aus der Werbe- und Verlagsbranche und Mitglied der Rosahemden, übernimmt 1991 das französische Bezahlfernsehen Canal+ den Verein. Das erklärte Ziel ist es, den kriselnden PSG durch Finanzspritzen konkurrenzfähig zu machen und die Herrschaft von Olympique de Marseille zu brechen, das seit den 1980er Jahren den französischen Fußball dominiert. Canal+, das zusätzlich im Besitz der TV-Rechte der französischen Liga ist, erhofft sich durch das Titelduell Paris gegen Marseille ein gesteigertes Interesse der Öffentlichkeit. „Es braucht mehr Mannschaften wie Marseille. Es gibt Monaco, Auxerre, warum also nicht Paris? Einst war Racing immer unter den ersten fünf Teams in der Meisterschaft und hat einen tollen Fußball gespielt. Wir brauchen drei oder vier solche Mannschaften, dafür ist das Potenzial in der Bevölkerung da“, sagt Canal-Chef Pierre Lescure 1991 in L’Equipe.
15 Jahre lang führt Canal+ den Verein, ehe es ihn an mehrere Investorengruppen unter der Führung des amerikanischen Finanzkonglomerats Colony Capital abgibt, auch Morgan Stanley und Butler Capital Partners kaufen Klubanteile. Für die neuen Eigentümer wird das Engagement in Paris jedoch zum Fiasko. Paris Saint-Germain durchlebt in diesen Jahren seine sportlich schlechteste Zeit, finanziell ist der Klub ein Verlustgeschäft. Die Auseinandersetzungen der Fans mit der Polizei, mit rivalisierenden Fangruppen und untereinander werden immer gewalttätiger und drücken den Marktwert des Klubs weiter.
Zu verkaufen
Zwei Todesfälle markieren die Wendepunkte in der Geschichte von Paris Saint-Germain. Im November 2006 erschießt der Polizist Antoine Granomort den PSG-Fan und Boulogne-Abonnenten Julien Quemener, als rechte Fans nach einem Europacupspiel gegen Hapoel Tel Aviv den französischen Hapoel-Fan Yaniv Hazout attackieren. Vier Jahre später, im Februar 2010, wird Boulogne-Fan Yann Lorence im Umfeld eines Heimspiels gegen Olympique de Marseille bei einer Schlägerei von Auteuil-Fans so schwer verletzt, dass er einige Wochen später im Krankenhaus stirbt. Das Innenministerium gründet eine eigene Anti-Hooligan-Abteilung, fast 700 Stadionverbote werden ausgesprochen und zahlreiche Fangruppen polizeilich aufgelöst. Eine jährliche Platzlotterie auf Boulogne und Auteuil, eine massive Erhöhung der Eintrittspreise sowie die Beschränkung des gemeinsamen Verkaufs auf maximal vier Tickets pro Gruppe sorgen seit 2010 dafür, dass sich Fans im Parc des Princes nicht mehr organisieren können.
PSG-Eigentümer Colony Capital will den Verein zu diesem Zeitpunkt loswerden. Das Produkt soll durch eine Befriedung des Stadions attraktiver werden, also kappt er alle Verbindungen zu den organisierten Fans. Die Strategie wird gegen heftige Proteste durchgesetzt, der Preis für den radikalen Austausch des Publikums ist das Ende der hitzigen Stimmung im Parc des Princes. „Boulogne war eine sehr laute Tribüne, aber auch voller Nazis. Auteuil war ein riesiges Spektakel, aber man muss seine politischen Gegner auch nicht erschlagen“, sagt der 34-jährige Arnaud Cochon, der seit 20 Jahren gemeinsam mit seinem Vater PSG-Abonnent ist. „Es bringt nichts, der alten Zeit nachzutrauern, die so gut auch nicht war, und gegen den modernen Fußball braucht man als PSG-Fan sowieso nicht protestieren. Umso mehr Zeit vergeht, umso besser wird auch die Stimmung werden, wenn das Publikum Wurzeln schlägt und PSG etwas gewinnt. So läuft das letztlich immer im Fußball.“
Geschichte wiederholt sich
Lange findet Colony Capital keinen Käufer für den Paris Saint-Germain FC, ehe 2011 Katar zugreift und den Klub seinen Qatar Sports Investments einverleibt. Ein wesentliches Detail: Der katarische Staatsfonds besitzt neben zahlreichen weitverzweigten Geschäften und Beteiligungen auch den Fernsehsender Al-Jazeera, der wiederum seit Sommer 2012 den französischen Pay-TV-Kanal beIN Sports betreibt. Dieser stieg zum Start um einen Preis von etwa 150 Millionen Euro jährlich in die TV-Verwertung der Ligaspiele ein. Somit haben ein bedeutender TV-Rechteinhaber und einer der größten Fußballklubs wie schon vor mehr als 20 Jahren, als Canal+ in PSG investierte, denselben Eigentümer. Nicht zufällig war beIN Sports dann auch der Sender, der im Sommer 2013 als erstes Medium die Verpflichtung von Laurent Blanc als PSG-Trainer bekanntgab.
Die Verflechtungen des Paris Saint-Germain FC mit Medien, Machtzirkeln und der Finanzwelt sind keine neuen Entwicklungen, es sind Muster, die sich durch die gesamte Vereinsgeschichte ziehen. „Alle Investoren in der Geschichte von PSG haben in den Klub investiert, weil er der Hauptstadtklub war und damit automatisch einer der der am meisten beachteten Vereine in der Liga“, sagt Thibaud Leplat, der im vergangenen Jahr das Buch „Ici c’est Paris“ über die Geschichte des Klubs veröffentlicht hat. „In dieser Hinsicht befindet sich Qatar Sports Investments in einer klaren Kontinuität in Bezug auf seine Vorgänger.“ Und doch bedeutet der Einstieg der Katarer einen Bruch im Vergleich zu früheren Investoren. „Die bisherigen Besitzer hatten stets nur das Ziel, die Erinnerung an ihre jeweiligen Vorgänger auszulöschen, die Katarer machen das Gegenteil“, sagt Leplat. „Sie haben begriffen, dass die Vereinsgeschichte ein immaterielles Vermögen ist, und interessieren sich dafür. Das hängt natürlich auch mit dem Imagegewinn zusammen, den sich Katar durch das Engagement bei PSG verspricht.“ Wollten frühere Eigentümer wie Canal+ und Colony Capital mit der Gründergeneration um Daniel Hechter nichts zu tun haben, binden die Kataris ehemalige Spieler und Funktionäre ins Vereinsleben ein.
Ein Spiegel seiner Zeit
An der Spitze von PSG standen in der 45-jährigen Vereinsgeschichte verschiedenste Personen und Institutionen: Mäzene aus Kunst, Kultur und Showbusiness in den 1970er und 1980er Jahren, eine mächtige Mediengruppe in den 1990er Jahren und ein weitverzweigtes amerikanisches Finanzkonglomerat in den 2000er Jahren. Welchen passenderen Besitzer als ein durch Öl zu unermesslichem Reichtum gekommenes arabisches Emirat, das sein Bild in der Weltöffentlichkeit aufpolieren will, kann dieser modernste aller Fußballklubs im Jahr 2015 haben? Der Paris Saint-Germain Football Club war letztlich immer ein Spiegelbild seiner Zeit. „Dieser Verein war immer ein Vehikel für die mächtigen Leute, egal in welcher Epoche“, sagt PSG-Historiker Leplat. „Auf diese Art hat er überlebt.“
Sportlich gesehen war der Klub aber auch ein Milliardengrab und wurde den Ansprüchen seiner Investoren nie gerecht. Seit den 1980er Jahren spielten einige der besten und teuersten Spieler der Welt für PSG: neben zahlreichen französischen Größen wie Jean und Youri Djorkaeff, David Ginola und Bernard Lama zum Beispiel George Weah, Ronaldinho, Leonardo, Jay-Jay Okocha, Safet Susic, Rai und Pauleta. David Beckham gab am Ende seiner Karriere ein sechsmonatiges Gastspiel im PSG-Dress. Für Nicolas Anelka überwies Paris im Jahr 2000 die französische Rekordsumme von umgerechnet knapp 34,5 Millionen Euro an Real Madrid. Dieser Betrag wurde erst mehr als zehn Jahre später durch den ersten katarischen Großtransfer überboten, als PSG Javier Pastore von Palermo um 42 Millionen Euro verpflichtete.
In Anbetracht der beträchtlichen Finanzmittel, die in den Klub flossen, war die Ausbeute bescheiden: In den ersten 40 Jahren seines Bestehens konnte der Klub nur 1986 und 1994 den Meistertitel holen. Seit die Katarer investieren, gewann PSG bereits zweimal die Meisterschaft. Doch ist das erklärte Ziel nun der Titel in der Champions League, und in diesem Bewerb hat es PSG bisher maximal ins Viertelfinale geschafft. Dort trifft der Klub heuer auf den FC Barcelona. Die Buchmacher geben den Parisern keine Chance.