Mit einem der wenigen schönen Angriffe des Spiels fixierte Rapid den Aufstieg ins Sechzehntelfinale, Dejan Ljbucic traf nach Vorarbeit von Christoph Knasmüllner. Und so qualifizierte sich Rapid mit einem 1:0-Heimsieg gegen die Rangers die Qualifikation für die im Februar (14.2 & 21.2.) beginnende K.O.-Phase (Auslosung am Montag, 17.12, 13:00 Uhr). Rapid gelang der Aufstieg trotz der traditionellen Abfuhr in Spanien (0:5 in Villarreal) und dem damit einhergehenden negativem Torverhältnis (-3). Sechs Punkte gegen Spartak Moskau waren für den Aufstieg entscheidend. Nach dem 2:0-Heimsieg im September, hatte der sensationelle Sieg in Moskau das Endspiel gegen die Rangers möglich gemacht. Neben Rapid haben auch die Aufsteiger Celtic, Lazio und Rennes mehr Tore erhalten als geschossen.
Weitaus weniger spannend gestaltete Red Bull Salzburg seinen Aufstieg in die K.O.-Phase. Mit dem fünften Sieg am fünften Spieltag gegen Leipzig machten die Salzburger schon Ende November alles klar. Mit den Siegen (auswärts 3:2, daheim 1:0) hat man zudem die konzerninterne Hierarchie vorerst geklärt. Das 2:1 gegen Celtic war zwar bedeutungslos, Red Bull war damit dennoch der einzige Klub neben Eintracht Frankfurt, der in der Gruppenphase ohne Punktverlust blieb. Salzburg gelingt das sogar schon zum dritten Mal. Red Bull Salzburg ist in der Europa League-Gruppenphase unterfordert.
Während Rapid den Aufstieg mit viel Kampfkraft (mit 96 die fünftmeisten Fouls aller Teilnehmer, mit 16 Gelben auf dem siebten Platz der Kartenstatistik) erzwingen konnte, stellt Red Bull Salzburg mit 17 Toren die zweitbeste Offensive der Europa League.
Abseits des sportlichen Erfolges, reihen sich beide österreichischen Vertreter auch im Zuschauerranking im vorderen Bereich ein. Auf Rang 13 der Zuschauertabelle liegt Red Bull Salzburg (im Schnitt 24.748 bei den Heimspielen), auf Platz 17 Rapid (mit 22.450) Am meisten Fans zogen die beiden Glasgower Klubs zu ihren Heimspielen. Celtic führt die Zuschauertabelle mit 54.4438 an, es folgen die Rangers (48.927) und Eintracht Frankfurt (47.000).
Ein exklusiver Rückblick von ballesterer.at:
RB Leipzig – Red Bull Salzburg 2:3
24.000 Zuschauer
Gruppe B, 1. Spieltag: Im herbeigesehnten „El Dosico“ zwischen Red Bull Leipzig und Red Bull Salzburg hatten die Österreicher das bessere Ende für sich. Zwei auffällig ähnliche Spielanlagen prallten aufeinander, die Salzburger praktizieren sie jedoch länger und besser. Folgerichtig setzte sich das bessere Red Bull durch und am Ende hieß es 3:2 für die Gäste.
6. Spieltag: Celtic – Red Bull Salzburg 1:2
56.578 Zuschauer
Rapid – Spartak Moskau 2:0
21.400 Zuschauer
Gruppe G, 1. Spieltag: Beim Gegner aus Russland gab es vor dem ersten Spiel interne, atmosphärische Probleme. Denis Gluschakow und Andrey Eschenko hatten auf Instagram ein Schmähgedicht geliked, dass sich gegen ihren Trainer Massimo Carrera gerichtet hat. Rapid, noch unter Goran Djuricin, schickte Spartak mit einem 2:0 heim. Eine Woche später wurde Djuricin entlassen, Carrera hielt sich noch ein Monat.
2. Spieltag: Rangers – Rapid 3:1
47.500 Zuschauer
3. Spieltag: Villarreal – Rapid 5:0
14.200 Zuschauer
4. Spieltag: Rapid – Villarreal 0:0
22.100 Zuschauer
5. Spieltag: Spartak Moskau – Rapid 1:2
20.700 Zuschauer
Rapid – Rangers
23.850 Zuschauer
Gruppe G, 6. Spieltag: Bis zu 10.000 Schotten sollen für das Finalspiel nach Wien gekommen sein. Rund 3.000 davon hatten ein Ticket ergattert. Rapid tat sich schwer und musste lange zittern. In der 84. Minute erlöste Dejan Ljubicic das ausverkaufte Weststadion. Das Dach wäre beinahe weggeflogen, zumindest wirkte es so: Bei der Übertragung von DAZN schoss der Torjubel kurzzeitig den Ton. Seit dem 0:4 gegen Leverkusen im Oktober 2012 sind die Hütteldorfer in der Gruppenphase der Europa League ungeschlagen. Zum zweiten Mal gelingt ihnen der Aufstieg in die K.O.-Phase.
Ausblick
Red Bull Salzburg ist im Topf 1 und kann unter anderem auf Fenerbahce, Galatasaray, Sporting, Lazio, Olympiakos, Malmö oder den FC Zürich treffen. Als Gruppenerster haben die Salzburger im Rückspiel Heimrecht.
Auf Rapid Wien warten noch größere Namen, unter anderem sind Arsenal, Chelsea, FC Sevilla, Valencia, Inter oder Napoli mögliche Gegner.