„Kampf der Kulturen? Normalerweise kämpfen Kulturen nicht. Deshalb sind sie Kulturen: weil sie keine Kriege führen. Ich bin persönlich gegen den Irak-Krieg, das ist keine Frage. Das heißt: wenn das überhaupt ein Krieg sein kann. Kriege gibt es normalerweise nur zwischen zwei halbwegs ausgeglichenen Gegnern.“
ballesterer #8
„Wenn Spieler schon beim Training gewinnen wollen, dann ist es auch im Spiel selbstverständlich. Spieler, denen das schon im Training egal ist, werden auch im Match so sein. Das sind die Bürokraten in der Mannschaft. Sie leben gut, haben aber keine Ambitionen.“
ballesterer #40
„Armut gehört zum Sozialismus und zum Fußball. Zumindest war das früher so. Der Fußball war am Anfang immer arm, die Spieler waren es jedenfalls. Die Armen spielten aus praktischen Gründen Fußball. Ein Ball, wenig Platz, viele Spieler – Sozialismus gehörte immer dazu. Ideal wäre ein echter, aber utopischer Sozialismus, in dem alle gut leben können.“
ballesterer #8
„Was ist jugoslawisch? Es gibt kein Jugoslawien mehr. Sehr viele talentierte Spieler, die schön gespielt, aber nichts Großes erreicht haben, das ist jugoslawisch. Talentierte, technisch gute Spieler mit vielen Ideen und sehr viel Witz. Das war schön anzuschauen. Es gab viele große Talente, aber wir haben nicht viel geschafft. Das ist schade.“
ballesterer #40
„Die Spieler Jugoslawiens waren viel besser als das Land. Wären sie an der Macht gewesen und nicht diese Politiker, wäre nichts Vergleichbares passiert. Sie sind untereinander heute noch Freunde und treffen sich.“
ballesterer #108
„Leidenschaft, Kampf und Krampf. Deswegen kommt Österreich nicht nach vorne, weil immer alle Leidenschaft und Kampf fordern. Diese Termini sind abgenützt. Die Spieler wissen nicht mehr, was Fußball ist. Kampf vielleicht?“
ballesterer #40
„Fußball ist nicht nationalistisch. Ich glaube noch immer, dass die, die mit dem Fußball verbunden sind, egal welche Hautfarbe oder Religion sie haben, anders sind. Ich glaube, dass Fußball für sich selbst eine kleine Religion ist. Eine Religion, in der es viel mehr Respekt und Toleranz gibt als bei den anderen Religionen.“
ballesterer #8
„Es gibt in Japan immer eine Hierarchie. Alle Lehrer, alle älteren Leute wissen es besser als die anderen. Die Spieler haben keine eigene Meinung. Wenn sie im Match vor dem Tormann stehen, müssen sie den Trainer fragen, ob sie schießen dürfen.“
ballesterer #40
„Wo kann man spielen, wenn alles bombardiert wird? Sarajewo war in einer Situation, in der Kinder keine Spieler werden konnten. Die Spieler sind ins Ausland gegangen, die Kroaten nach Kroatien, die Serben nach Serbien. In Bosnien war das unmöglich.“
ballesterer #8
„Jede Stadt ist gegen Straßenfußball gebaut. Es gibt immer mehr Autos, da können die Kinder nicht mehr spielen. Die Straße ist so gebaut, dass man improvisieren muss, man spielt zwischen zwei Trottoirs und auf zwei oder drei Tore. Dort lernt man den Doppelpass. Der Blick wird geschult, denn die jungen Spieler müssen improvisieren. Doch sogar auf den Straßen gibt es schon die Trainer. Eltern oder Leute, die vorbeikommen und glauben, dass sie es besser wissen. Viele Kinder haben dann keine Freiheiten mehr. Das wäre aber sehr wichtig. Sie sollen so spielen, wie sie wollen.“
ballesterer #40