Vor fünf Jahren stand der ballesterer vor dem Aus. Wir hatten einen Berg Schulden, und zwar vor allem bei uns selbst. Die Kampagne #ballestererbrennt, die wir im März 2020 gestartet haben, war der Rettungsanker, den wir ausgeworfen haben. Der Zuspruch damals war überwältigend. Er hat uns die Wertschätzung für unser Magazin spüren lassen und uns in der Überzeugung bestärkt, dass es denn ballesterer weiterhin geben muss.
Der Erfolg war aber auch eine Verpflichtung für uns, die wirtschaftlichen Belange ernster zu nehmen als in der Vergangenheit. Wir haben Schulden abbauen können, und wir haben an unseren Strukturen gearbeitet. Der ballesterer ist heute deutlich solider aufgestellt. Ein Element dabei ist unsere Unterstützungsplattform, der ballesterer supporters club. Unsere besonders treuen Leser*innen und Leser spenden uns mindestens 12 Euro monatlich. Diese regelmäßigen Zusatzeinnahmen fließen in die Verbesserung unserer Arbeit und stellen unsere Unabhängigkeit sicher. Klingt nach etwas, was du dir auch vorstellen kannst? Das würde uns sehr freuen, hier kannst du Mitglied werden.
Neue Formate
Eines wird sich für uns nie ändern: Der ballesterer wäre nichts ohne seine Leser*innen, aber er wäre erst recht nichts ohne die Menschen, die für uns schreiben, fotografieren, gestalten, Korrektur lesen, Abos verwalten, Veranstaltungen organisieren, Recherchereisen machen und Geschäfte führen, manche seit einigen Monaten, manche seit 25 Jahren. Gemeinsam haben wir uns in den vergangenen fünf Jahren redaktionell weiterentwickelt und professionalisiert. Im November 2021 erschien die erste Ausgabe der ballesterer bibliothek, unserer Sonderausgabe, in der wir uns im Buchformat auf 148 Seiten ausschließlich einem Thema widmen und Standardwerke vorlegen wollen. Im November ist #4 erschienen, und wir können sagen: Der Plan geht auf, das Interesse an unseren ballesterer bibliotheken zu den Fußballstädten Wien und London, zu 50 Jahren Bundesliga und zu Diego Maradona ist ungebrochen.
Ebenfalls im Winter 2021 startete der ballesterer podcast, seitdem kannst du den ballesterer nicht nur lesen, sondern auch hören, aktuell in 78 Folgen. Zwei Folgen des ballesterer podcast sind übrigens bereits preisgekrönt, ebenso wie zahlreiche Geschichten aus unserem Magazin.
Finanzielles Risiko
Ein weiterer Meilenstein ist das ballesterer trainingslager, das wir 2022 und 2023 mit jeweils rund 15 Teilnehmer*innen abgehalten haben und auch für 2025 planen. Der zweitägige Workshop richtet sich an alle, die sich für kritischem Fußballjournalismus interessieren. Er ist nicht nur ein Baustein für eine vielfältigere Medienlandschaft, er hilft auch, unsere Redaktion zu erweitern und zu verjüngen. Zahlreiche Autor*innen der Generation trainingslager bereichern den ballesterer seitdem mit ihren Artikeln und Blickwinkeln, mit Fotos und Social-Media-Beiträgen. Apropos: Auf Instagram und Facebook haben wir im Sommer 2024 die Rubik der ballesterer nimmt mit lanciert, in der wir spieltagsaktuell mit Text und Bildern aus Stadien der Welt berichten.
Im Jänner 2025 haben wir personell aufgestockt. Das klingt groß, konkret heißt es: Das Beschäftigungsausmaß in der ballesterer-Redaktion liegt jetzt bei zwei Vollzeitäquivalenten. Die Aufstockung ist für unsere Zukunft wichtig, sie ermöglicht uns 2026 einen hoffentlich erfolgreichen Antrag auf die Qualitätsjournalismusförderung, die viele andere österreichische Medien erhalten. Aber sie ist auch ein finanzielles Risiko. Wir wollen dieses Risiko abfedern – indem wir um noch mehr Abos werben, um Mitglieder für den ballesterer supporters club, um Spenden. Oder einfach um nette Worte über uns.
Wir hoffen, wir konnten dich mit unserer Bilanz der vergangenen fünf Jahre davon überzeugen, dass wir deine Unterstützung nicht nur brauchen, sondern ihrer auch wert sind.